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Landschaftsarchitektur

Ruinen und die Kunst, als ob zu tun

Neoantik. Ein Piranesi-Stich war Vorlage zum Schönbrunner Tempel-Ruinen-Fake aus dem späten 18. Jahrhundert.
Neoantik. Ein Piranesi-Stich war Vorlage zum Schönbrunner Tempel-Ruinen-Fake aus dem späten 18. Jahrhundert.Bwag/Wikimedia
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Künstliche Ruinen waren einst groß in Mode. Als Teil des Landschaftsgartens und Ausdruck einer romantischen Idee.

Diese alten Bögen, diese historischen Säulen, vor allem aber dieser verfallene Zustand! Wienerwaldwanderer ließen sich leicht täuschen, wüssten sie die Geschichte nicht besser: Es sind künstliche Ruinen, die hier Fürst Johann I. von Liechtenstein Anfang des 19. Jahrhunderts zwischen den Bäumen arrangieren ließ: ein Amphitheaterrelikt und ein Dianatempelzitat, Mauerfragmente mit Spitzbogenöffnungen, einen "Schwarzen Turm". Romantische Hommagen an die Antike, noch mehr aber ans Mittelalter, das in der Burg Liechtenstein nicht überall substanziell vorhanden ist. Die alte Festung hoch über Maria Enzersdorf wurde zum Teil zerstört - Bereiche wurden Anfang des 19. Jahrhunderts rekonstruiert.