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Die "neue Normalität", hier beim Popfest am Wiener Karlsplatz im Juli, findet ihr Ende.
Analyse

Zweiter Lockdown besiegelt das Ende der "neuen Normalität"

Sehenden Auges und allen Warnungen zum Trotz schlittert Österreich im achten Monat der Coronakrise in die Neuauflage des Notbetriebs vom Frühjahr. Der Hauptgrund dafür ist die fehlende Perspektive.

Nicht die mehrfach geänderte Teststrategie des Krisenstabs, nicht die fehlkonstruierte Corona-Ampel, und auch nicht die Probleme beim Contact Tracing wegen Versäumnissen bei der Aufstockung des Personals – verantwortlich für die bevorstehende Verschärfung der Maßnahmen zur Kontaktreduktion, die an den Mitte März angeordneten Lockdown erinnern werden, ist einzig und allein die mangelnde Bereitschaft von Teilen der Bevölkerung, sich an die Verhaltensregeln zu halten. Also in Innenräumen eine Maske zu tragen, auf ein bis zwei Meter Abstand zu achten, sich mehrmals am Tag mit Seife die Hände zu waschen und Menschenansammlungen nach Möglichkeit zu meiden.

Sämtliche Appelle, Mahnungen und letztlich auch Warnungen von Politikern wie Medizinern konnten einen erneuten starken Anstieg der Ansteckungen, in der Verknappung oft als zweite Welle bezeichnet, nicht verhindern. Und da die logische Konsequenz davon Kapazitätsengpässe in Spitälern, insbesondere auf Intensivstationen sind, braucht es nun ein weiteres Mal eine Vollbremsung, um zwei bis drei Wochen lang Übertragungsketten zu unterbrechen, die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen und die Kontrolle über die Lage in Österreich zurückzugewinnen.

Aber wie konnte es so weit kommen? Warum nahmen so viele Menschen die Beteuerungen nicht ernst und änderten trotz steigender Zahlen nichts an ihrem nachlässigen, teilweise sogar fahrlässigen Verhalten?