Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Schnellauswahl
Coronavirus

Erneuter Höchstwert: 5627 Neuinfektionen in Österreich

Archivbild
ArchivbildREUTERS
  • Drucken
  • Kommentieren

Die meisten Neuinfektionen meldet nicht wie sonst so oft die Bundeshauptstadt Wien, sondern diesmal Oberösterreich mit 1302 neuen Fällen. Minister Anschober spricht von einer „dramatischen Entwicklung“.

Die Bundesregierung berät über einen neuen Lockdown [premium], die Corona-Ampel steht in fast ganz Österreich auf rot - und die Zahlen bei den Coronavirus-Infektionen steigen weiterhin rasant: Nach fast 4500 Neuinfektionen am Donnerstag, was den bisherigen Höchstwert an neuen Fällen darstellte, gab es am Freitag bereits einen neuen Rekord. Erstmals wurde die 5000er-Marke übertroffen und das auch noch deutlich: So wurden in den vergangenen 24 Stunden 5627 Neuinfektionen in Österreich gemeldet, fast 1000 Fälle mehr als am Tag zuvor, wie die veröffentlichten Zahlen des Gesundheits- und Innenministerium zeigen. 

Die meisten Neuinfektionen nicht wie sonst so oft die Bundeshauptstadt Wien, sondern diesmal Oberösterreich mit 1302 neuen Fällen.

„Die heutige neuerlich sprunghafte Steigerung“ sei „eine dramatische Weiterentwicklung“ sagte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) am Freitag. Neuerlich stiegen die Hospitalisierungszahlen stark an - um 111 Erkrankte auf 1803. Darunter auch die Zahl der schwer Erkrankten mit Bedarf an intensivmedizinischer Pflege mit einem Plus von 15 auf 263 - ein Zuwachs von 66 Prozent innerhalb einer Woche.

Damit liege die Auslastung der Intensivkapazitäten in etwa auf dem Niveau wie zum Höhepunkt der ersten Welle. „Mit dem großen Unterschied, dass wir uns aktuell mitten in einer sprunghaften Zunahme der Infektionszahlen befinden.“

Bis Freitag wurden in Österreich 99.576 Fälle registriert, wovon 1082 (plus 25) verstorben und 64.987 (plus 1621) wieder genesen sind. Damit gibt es in Österreich aktuell 33.507 aktiv Erkrankte, die bei den Behörden registriert sind. Am Donnerstag waren es 29.527, was eine Steigerung um 3980 bedeutet.

1803 Personen sind aufgrund des Coronavirus in krankenhäuslicher Behandlung, davon 263 auf Intensivstationen. Am Vortag waren dies 1692 bzw. 248. Getestet wurden bisher 2.203.993 Personen, innerhalb der vergangenen 24 Stunden waren es 26.421 Tests, von denen 21,3 Prozent positiv ausfielen, woraus sich der neue Rekord von 5627 Neuinfektionen ergibt.

Reproduktionszahl auf 1,38

Die Reproduktionszahl, die anzeigt wie viele weitere Menschen ein SARS-CoV-2-Infizierter im Schnitt ansteckt, ist auf 1,38 gestiegen. Das geht aus dem Freitags-Update der Analyse von AGES (Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit) und TU Graz hervor. Vor einer Woche hatte der Wert 1,23 betragen. Die tägliche Steigerungsrate der Neuinfektionen kletterte im Vergleich zum vergangenen Freitag von 6,2 auf 9,4 Prozent.

Die effektive Reproduktionszahl für den 28. Oktober liegt für alle Bundesländer deutlich über 1,0, hieß es in dem auf der AGES-Webseite publizierten Dokument. Die Anzahl der täglich neudiagnostizierten Fälle sei "auf einem erhöhten Niveau".

Für die errechneten Schätzwerte wurden Neuinfektionen mit Labordiagnose-Datums im Zeitraum 16. Oktober bis 28. Oktober herangezogen. In dieser Periode traten laut AGES 33.622 Fälle auf.

(APA/red.)