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US-Sender küren Biden zum 46. US-Präsidenten

Nach Tagen des Wartens erklären die großen US-Sender Joe Biden zum Wahlsieger. Er liegt in Pennsylvania uneinholbar voran. Amtsinhaber Donald Trump will den Sieg allerdings nicht anerkennen und juristisch bekämpfen.

Nach einem beispiellosen Wahlkrimi hat der Demokrat Joe Biden die Präsidentschaftswahl in den USA gegen Amtsinhaber Donald Trump gewonnen. Vier Tage nach dem Wahltag riefen die US-Sender am Samstag den früheren Vizepräsidenten schließlich zum Sieger aus. Damit endet nach vier von Affären und Skandalen geprägten Jahren die Amtszeit von Donald Trump im Weißen Haus.

Die Sender CNN, NBC, CBS und ABC und danach auch der Trump-treue Sender Fox News meldeten am Samstagmittag (Ortszeit) den Sieg Bidens zuletzt auch im Schlüsselstaat Pennsylvania mit seinen 20 Wahlleuten - und damit auch den Wahlsieg insgesamt. Der 77-Jährige wird damit der 46. US-Präsident.

Für den Ex-Senator bedeutet der Wahlsieg die Krönung einer mehr als vier Jahrzehnte umfassenden Karriere. Von 2008 bis 2016 war er Obamas Vize. Mit dann 78 Jahren wäre er der älteste Präsident, der in der Geschichte der Vereinigten Staaten das Amt übernimmt. Als seine Vizepräsidentin wäre die Senatorin Kamala Harris (56) die erste Frau und die erste Schwarze in diesem Amt.

Biden erklärte in einer ersten Twitter-Botschaft nach Bekanntgabe seines Sieges, er wolle "Präsident für alle Amerikaner" sein. Er sei "geehrt", ausgewählt worden zu sein, "unser großartiges Land anzuführen", schrieb Biden. "Die vor uns liegende Arbeit wird hart sein, aber ich verspreche euch dies: Ich werde ein Präsident für alle Amerikaner sein - ob ihr für mich gestimmt habt oder nicht."

Am Abend wollte sich Biden um 20.00 Uhr Ortszeit von seiner Heimatstadt Wilmington aus an seine Landsleute wenden. Bidens künftige Vize-Präsidentin, Kamala Harris, schrieb im Online-Dienst Twitter, dass viel Arbeit vor ihnen liege. "Lasst uns anfangen", fügte sie hinzu.

Trump will Wahl nicht anerkennen

Die Reaktion von US-Präsident Donald Trump ließ nicht lange auf sich warten. Er will den Wahlsieg seines demokratischen Herausforderers nicht anerkennen. "Die einfache Tatsache ist, dass diese Wahl noch lange nicht vorbei ist", teilte Trump am Samstag mit, kurz nachdem CNN Biden zum Sieger erklärt hatte. Dass Trump mit einer Klage Erfolg hat - er wolle bis zum Supreme Court ziehen, hatte er angekündigt - gilt allerdings als unwahrscheinlich.

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