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Anschlag in Wien

Schulpflicht aufgehoben: Wiener Schulen im "Notbetrieb"

Schulklasse
Schulklasse(c) Clemens Fabry, Presse
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Kinder sind heute für die Schule entschuldigt und sollen nur erscheinen, wenn die Eltern sie nicht betreuen können. Der "Übergangstag" an der Oberstufe dürfte verschoben werden. Die Uni Wien schließt ihre Innenstadtgebäude.

Wer die Möglichkeit habe, der solle zu Hause bleiben. Diesen Appell gab Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) in der Nacht auf Dienstag aus. Insbesondere gilt das für die Schulen in Wien, die sich nach dem Anschlag in der Wiener Innenstadt am Montagabend nun offiziell im „Notbetrieb“ befinden. Die Schulpflicht wurde in Absprache für den heutigen Tag aufgehoben, Kinder sollen, wenn möglich, daheim gelassen werden. Ist dies nicht möglich, werden sie an den Kindergärten und Pflichtschulen betreut, teilte die Bildungsdirektion mit.

Lehrer sollen deswegen grundsätzlich an die Schulen kommen, um Kinder, die doch kommen, betreuen zu können. Und: Das weitere Krisenmanagement zu koordinieren. Ist es den Lehrern nicht möglich, zu erscheinen - etwa wegen eigener Betreuungspflichten - sollen sie Kontakt mit ihren Direktionen aufnehmen.

Ludwig: Nicht notwendige Wege hintanstellen

Von einem „Anschlag auf das friedliche Miteinander“, sprach Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) am Dienstag im Ö1- „Morgenjournal“. Terroristen wollten immer das Zusammenleben der Menschen stören, „das wird ihnen in Wien nicht gelingen“, betonte er. „Die Menschen halten gerade in der Krise zusammen“. Es seien so viele Polizisten wie nie zuvor in der Wiener Innenstadt im Einsatz, die Spurensicherung laufe. Die öffentlichen Verkehrsmittel fahren wieder, um alle, die müssen, in die Arbeit zu bringen.

Doch gelte, so Ludwig, erhöhte Vorsicht. Wege, die nicht unbedingt nötig seien, sollten hintangestellt werden. Und: Kinder, die daheim bleiben können, sollten das tun: „Wenn es irgendwie möglich ist, dann hilft das sicher, weniger Personen in der Stadt unterwegs zu sehen. Alles, was den Ermittlungen der Behörden hilft, ist gut.“ 

"Übergangstag" an Oberstufe wohl verschoben

Der aufgrund - des neuerlichen Lockdowns - für heute vorgesehene „Übergangstag ins Distance Learning" an den Oberstufen dürfte an den Wiener Schulen um einen Tag verschoben werden. Dies sei derzeit geplant, hieß es aus dem Bildungsministerium. An diesem Tag hätten Schüler mit Mund-Nasen-Schutz in die Schule kommen sollen, um in einer Klassenvorstands-Stunde Informationen über die Gestaltung des „Distance Learnings" zu bekommen.

Für alle Schulen gilt: Schularbeiten oder Tests waren für Dienstag ohnehin nicht angesetzt. Am ersten Tag nach Ferien dürfen solche nämlich grundsätzlich nicht stattfinden.

Uni Wien schließt Innenstadtgebäude

Unterdessen hat auch die Universität Wien ihre Innenstadtgebäude geschlossen und ihre Mitarbeiter gebeten, von daheim aus zu arbeiten. Das betrifft neben dem Hauptgebäude auch das Neue Institutsgebäude (NIG), das Juridicum sowie die Standorte in der Liebiggasse, der Schenkenstraße, der Kolingasse sowie dem Oskar-Morgenstern-Platz. Lehrveranstaltungen finden coronabedingt ohnehin großteils digital statt.

(hell/APA)