Sport in Zeiten von Corona und Terror: Österreichs Männer-Nationalteam startet am Mittwoch gegen Estland in die EM-Qualifikation, es ist das erste Spiel seit 287 Tagen. Legionär Sebastian Frimmel, 24, teilt im „Presse"-Gespräch seine Gedanken.
Graz/Wien. Mit einem Heimspiel gegen Außenseiter Estland startet Österreichs Handball-Nationalteam der Männer Mittwochabend (20.25 Uhr, live, ORF Sport+) in Graz ohne Fans auf den Tribünen in die Qualifikation für die EM 2022 in Ungarn und der Slowakei. Das ÖHB-Team ist stark ersatzgeschwächt, gleich acht Stammkräfte fehlen, allen voran Kapitän Nikola Bilyk, der sich Ende August einen Kreuzbandriss zugezogen hat. „Dennoch bin ich überzeugt, dass wir dieses Spiel gewinnen werden. Wir sind hungrig, haben Lust“, sagt Flügelspieler Sebastian Frimmel.
Dem 24-Jährigen ist es seit Montagabend schwer gefallen, an Handball zu denken. Der Terroranschlag von Wien hat den Perchtoldsdorfer arg mitgenommen. „Ich konnte seitdem kaum einen anderen Gedanken fassen. In so einem Moment zeigt sich, was wirklich wichtig ist im Leben.“