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Mittelmeer

Neuer Migrantenzustrom nach Lampedusa

Boot mit illegalen Migranten im Mittelmeer (Archivbild).APA/EPA/DARRIN ZAMMIT LUPI/MOAS.
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Innerhalb weniger Tage setzten angesichts guten Wetters mehr als 1500 Menschen von Tunesien auf die italienische Insel über, deren Auffanglager ohnehin überfüllt ist. Berichten zufolge sind die Migrantenboote größer als früher.

Das trotz der Jahreszeit relativ milde Wetter in der Region wird zu einer Migrationswelle ausgenützt: Allein seit Samstag sind laut Angaben der italienischen Behörden mindestens 1500 Zuwanderungswillige auf der kleinen Insel Lampedusa angekommen. Am Dienstag kamen demnach 16 kleine Boote an, eines allein hatte fast 90 Menschen an Bord. Von einem seeuntüchtigen Schlauchboot wurden in der Nacht auf Mittwoch Dutzende Personen geholt und in ein Lager auf Lampedusa gebracht.

Die meisten der Migranten stammen aus Afrika, wobei der Ausgangspunkt der Boote Tunesien war, das etwa 130 Kilometer entfernt im Westen liegt. Das Mittelmeer ist seit Tagen recht ruhig, der Wind mäßig, die Temperaturen bewegen sich um die 20 Grad.

Die Ausmaße der zuletzt verwendeten Migranten-Boote seien größer als in den vergangenen Monaten, stellten die Behörden auf Lampedusa fest. An Bord eines Bootes befand sich auch eine Leiche.

Zuvor waren schon rund 1300 Migranten interimistisch auf Lampedusa untergebracht, etwa 500 weitere sind an Bord eines Quarantäneschiffes, das vor der Insel ankert. Die Insel, mit 20 Quadratkilometern Fläche etwa so groß wie Rust im Burgenland oder Wien-Leopoldstadt, hat etwa 6000 Einwohner.

Umstrittene Migrationserleichterungen

Parlamentarier der Rechtspartei "Fratelli d Italia" protestierten am Dienstag nach dem Anschlag in Wien gegen das neue Migrationsgesetz, das zurzeit in der Abgeordnetenkammer diskutiert wird. Mit dem neuen Gesetz will die Regierung restriktive Sicherheitspakete in den Bereichen Migration und öffentliche Ordnung, die die rechte Lega 2018 und 2019 im Parlament durchgesetzt hatte, ändern. So sollen Strafen für NGOs, die ohne Genehmigung in Seenot geratene Migranten nach Italien bringen, stark reduziert werden.

(APA)