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Serie: Natur-Talente

Klimakrise in der Kunst: "Vielleicht muss ein Werk schockieren"

Ursprünglich war die Ausstellung als virtuell begehbares Gesamtwerk angedacht.
Ursprünglich war die Ausstellung als virtuell begehbares Gesamtwerk angedacht.(c) Georg Mayer
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Martina Menegon bringt Klimasorgen und Zukunftsängste auf die Leinwand. Und spricht dabei nicht nur die ökologische und soziale Krise an.

Dicht aneinander gepresst drängen sich Menschen auf den letzten verbliebenen Metern Erde. Sie tummeln sich im Wasser, sie liegen auf Steinen, sie klettern auf die Klippen und versuchen, auf dem höchsten Stellen einen Platz zu ergattern. Einige von ihnen stürzen in die Tiefe. Es sind apokalyptische Szenen, die Martina Menegon in ihrer Ausstellung „when you are close to me I shiver“ ("Wenn du mir nahe bist, zittere ich") da geschaffen hat. Und sie erinnern an eine Szene aus der Naturdokumentation „Our Planet“ von Tierfilmer David Attenborough. Dort sind es Walrosse, die sich auf einer Sandbank um jeden Zentimeter Land streiten. Aber statt auf Eis liegen sie auf Sandbänken, denn die Eisplatten schmelzen und nehmen den Tieren so ihren ursprünglichen Rastplatz.

Martina Menegon

Die Thematik, die die Künstlerin Martina Menegon anspricht, ist unverkennbar. Es ist der Klimawandel, schließlich ist ihr Werk Teil der Serie „Creative Climate Care“, die das MAK (Museum für angewandte Kunst) gemeinsam mit der Universität für angewandte Kunst Wien ins Leben gerufen hat. Darin sollen junge Kreative, die in den letzten Jahren ihr Studium abgeschlossen haben, Raum für ihre Arbeit bekommen. Damit reagiere man unter anderem auf die coronabedingt massiv beschränkten Produktionsbedingungen im Kunst- und Kulturbereich und den Druck, der damit auf jungen Kunstschaffenden laste, heißt es seitens des Museums.

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