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US-Präsidentenwahl

Joe Biden auf der Siegerstraße

Biden bereitet sich auf die Machtübergabe vor.
Biden bereitet sich auf die Machtübergabe vor.imago images/UPI Photo
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Der Herausforderer steht vor dem Einzug ins Weiße Haus. Biden bereitet sich auf die Machtübergabe vor. Trump schlägt verbal um sich und will alle juristischen Möglichkeiten ausschöpfen.

New York. Alles deutet am Freitagabend auf einen Wahlsieg von Joe Biden hin. Der 77-jährige Demokrat wird höchstwahrscheinlich am 20. Jänner als 46. Präsident der Vereinigten Staaten in das Weiße Haus einziehen – und als ältester. Zwar steht das offizielle Endergebnis noch aus, niemand will in einer äußerst angespannten Situation vorschnelle Schlüsse ziehen. Doch schlägt das Pendel im Zuge der Auszählung der Wahlkarten immer eindeutiger in Bidens Richtung aus. Die Frage ist nicht, ob, sondern vor allem mit welchem Vorsprung Biden in mehreren entscheidenden Staaten vorn liegen würde.

Biden war an der Schwelle des für einen Sieg nötigen Quorums von 270 Wahlmännerstimmen. In der Nacht auf Freitag überflügelte er erst in Georgia und im Laufe des Freitags auch in Pennsylvania den Präsidenten. In beiden Bundesstaaten verstärkte die Auszählung den Trend und vergrößerte den Vorsprung des Herausforderers. Sollte Biden beide Staaten gewinnen, würde er sogar auf 289 Stimmen im Wahlleute-Kollegium kommen. Überdies hat er in drei weiteren Staaten die Chance, diese Mehrheit noch weiter auszubauen: Arizona, wo sich sein Vorsprung allerdings zuletzt verringerte, Nevada und North Carolina. Besonders frappant war die Aufholjagd in Pennsylvania: Hier machte der Ex-Vizepräsident durch Briefwahlstimmen einen Rückstand von rund 700.000 Stimmen wett.

Denn selbst mit einer vorläufigen Verkündigung eines Wahlsiegs Bidens, die für Freitagabend oder Samstag erwartet wird, wird der US-Wahlkrimi nicht endgültig vorbei sein. Donald Trump will die Niederlage nicht akzeptieren, der Präsident ortete einen weitreichenden Wahlbetrug und kündigte juristische Maßnahmen an mehreren Fronten an. Auch wenn vereinzelte Unregelmäßigkeiten bei der Auszählung durchsickerten, gibt es keine Beweise für umfassende Fehler, die das Wahlergebnis grundlegend beeinflusst haben könnten.