Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Reger Betrieb am Dienstag in Stockholm
Economist

Der schwedische Corona-Weg: Die Wirtschaft wurde geschont

Schweden hat konsequent auf einen Lockdown verzichtet. Die Binnenkonjunktur blieb daher relativ unversehrt.

Viel wurde darüber gestritten. Haben die Schweden dank Lockdown-Verzicht ihre Wirtschaft besser durch die Krise gebracht? Wenn man auf die im Spätherbst zugänglichen Daten schaut, scheint das tatsächlich so zu sein.

Und eigentlich ist der Grund dafür schnell erklärt. Die Konsumfreudigkeit der Menschen beeinflusst das Bruttoinlandsprodukt (BIP) eines Landes enorm. Wenn fast alles auf einmal dichtmacht, wie bei den europaweiten Lockdowns, leidet die Wirtschaft.

Schweden verzichtete auf einen solchen Lockdown. Es gab keine Maskenpflicht, fast alles blieb erlaubt und geöffnet, alle Geschäfte, Schulen bis einschließlich neunte Klasse, Kindergärten, Büros, Bars bis spät nachts, Restaurants, Fitnessstudios, Büchereien und sogar einige Kinos. Während Großbritanniens Premier Boris Johnson mit Corona im Krankenhaus lag, ging Schwedens Ministerpräsident Stefan Löfven öffentlich shoppen. Noch bis 29. März durften 500 Menschen in Schweden zusammenkommen. Bis heute sind es 50. Die Experten vom Gesundheitsamt bestimmten statt der Regierung über die Strategie Schwedens.

Mehr erfahren

Frankreich

Die Normalität kommt erst in fünf Jahren

Italien

Wenn jeder Tag der schlimmste ist

Zweite Welle

Schweden verlässt den schwedischen Weg

Überblick

Wie die Skandinavier die Coronakrise meistern