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Gerührt, nicht geschüttelt

Wenn einem bei Trump die Tränen kommen.

In den USA hat Donald Trump eine Wahl verloren – und in Österreich brachen Journalisten reihenweise in Tränen (der Rührung) aus. Donald Trump glaubt allerdings noch immer nicht daran, dass er eine Wahl, die er verloren hat, tatsächlich verloren hat. Und nun weiß man nicht, was schlimmer ist: Einer, der nicht wahrhaben will, dass er eine Wahl verloren hat? Oder jene, die in Tränen ausbrechen, weil er eine Wahl verloren hat. Man will sich gar nicht vorstellen, was hierzulande unter Journalisten erst los ist, wenn Sebastian Kurz erst einmal eine Wahl verliert.

Apropos Sebastian Kurz: Der hat Donald Trump auch schon fallen gelassen – und gleich Joe Biden gratuliert. Das wird sich Trump merken, wenn er dann 2024 wieder Präsident ist.

Unglaubliches Pech hatte jedenfalls die neue US-Vizepräsidentin Kamala Harris. Da wollte sie nach einem anstrengenden Wahlkampf einfach wieder einmal in Ruhe Joggen, als die Meldung daherkam, dass Joe Biden als Sieger feststehe und wie aus dem Nichts plötzlich ein Kamerateam vor ihr auftauchte und sie dabei auch noch filmte, wie sie eigentlich ungestört am Handy Joe Biden zum Sieg gratulieren wollte. Und auf einmal sah die ganze Nation zu! So ein Pech musst du erst einmal haben. Auch sie war den Tränen nahe.


[QXIZ3]

("Die Presse", Print-Ausgabe, 10.11.2020)