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Analyse

Wende im Krieg um Berg-Karabach

Freude in Baku über die militärische Einnahme der Stadt Schuscha.(c) REUTERS (STRINGER)
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Aserbaidschan präsentiert Beweise, wonach es die strategisch wichtige Stadt Schuscha erobert hat. Ankara und Moskau wollen die Kriegsparteien zum Deal bewegen. Noch stellt sich Armenien dagegen – doch das Risiko einer Niederlage wächst täglich.

Moskau. Dieser Tage liefern sich nicht nur die Follower der beiden Kriegsparteien im Südkaukasus, Armenien und Aserbaidschan, im Internet Gefechte über den korrekten Namen der Stadt. Schuschi, wie die Armenier die Siedlung nennen, oder Schuscha, wie sie bei den Aserbaidschanern heißt, ist seit dem Wochenende auch militärisch heftig umkämpft.

Schon am Sonntag verkündete der aserbaidschanische Präsident Ilham Alijew, seine Soldaten hätten die wichtige Ansiedlung in Berg-Karabach eingenommen. „Befreit“, wie es aus Baku hieß. Die Aussage wurde von armenischer Seite zunächst dementiert. Doch am Montag präsentierte Baku ein Video, das aserbaidschanisches Militär im Zentrum von Schuscha zeigt. Auf öffentlichen Gebäuden weht die aserbaidschanische Flagge; die Straßen sind verwaist. Wenig später gab ein Sprecher der Karabach-Behörden bekannt, dass man Suscha nicht mehr kontrolliere. Eine Offensive auf die nur wenige Kilometer entfernte und zudem 500 Höhenmeter tiefer liegende Karabach-Hauptstadt Stepanakert ist nun möglich.