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"One More Thing": M1 Prozessor feiert Premiere in neuem MacBook Air

Mit den ARM-Prozessoren wendet sich Apple nach 16 Jahren von Intel ab.(c) Apple/Screenshot
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Nach 15 Jahren kehrt Apple Intel den Rücken. Dem MacBook Air, Mini und Pro wurde eine innere Rundumerneuerung verpasst, allen voran der neue M1-Prozessor.

Mit „One More Thing“ zog der verstorbene Apple-Gründer Steve Jobs am Ende einer Präsentation noch ein Ass aus dem Ärmel. Ganz nach Manier des berühmten Detektiven im Trenchcoat. Airport, der iPod Touch, oder Apple TV wurden so breitenwirksam der Öffentlichkeit vorgestellt.  Auch das MacBook Pro mit Intels Dual-Core-Prozessor zählte zu jenen Produkten, die sich Steve Jobs damals für den Schluss aufhob. Und von jener Technologie wird sich Apple nun 15 Jahre später abwenden. Angekündigt wurde dieser Wechsel schon öfter. Jetzt sollen Taten folgen.

Apple kann bereits jetzt auf ein produktreiches Jahr zurückblicken. „So viele wie nie zuvor“, betont Apple-Chef Tim Cook. Jede Kategorie wurde aktualisiert oder gar um neue Produkte und Services erweitert. Eine große Sparte fehlte aber bislang. Aber wie Cook bei der Begrüßung des dritten Events erklärte, „der Mac ist in unserer DNA“, als er dabei durch einen menschenleeren Campus in Cupertino wanderte. Beim Mac ging es immer um Innovation und Wandel.

John Ternus, Chef der Hardware-Abteilung, geht gleich ans Kernthema und widmet sich den Prozessoren. Die „Apple Silicon“ sollen zu einer „Familie zusammenwachsen“, wovon der erste für den Mac den Namen M1 trägt. Wie auch schon der Prozessor für die iPhone-12-Modelle ist er im 5nm Verfahren gefertigt. Damit ist es möglich 16 Milliarden Transistoren unter zu bringen. „Der M1 macht den Mac zu einer ganz neuen Klasse“, erklärt Johny Srouji. „Bislang brauchte man Prozessor, Audio, Memory. Der M1 macht alles in einem Chip“, so Srouji.

Die Vorzüge des M1 auf einen Blick.(c) Apple/Screenshot

Ohne direkt Bezug auf einen Mitbewerber zu nehmen, erklärt Apple, dass der M1 doppelt so flott sei wie eine PC-GPU.

Software-Boss Craig Federighi hebt bei der Präsentation die Vorzüge des M1 auf die Software hervor. Dabei seien nicht nur die anspruchsvollsten Apps schneller als je zuvor. Hier kommt der große Vorteil Apples zum Zug: die Verzahnung. Indem der Konzern die Software- und Hardware-Entwicklung selbst übernimmt, greifen die Komponenten perfekt ineinander. Wie zum Beispiel auch das neue Power-Management. Damit ziehen nur Apps Energie, wenn sie diese gerade auch brauchen.

„Die Kombination aus M1 und Mac ist super aufregend“ und das MacBook Air wird das erste Gerät sein, das eben jenen neuen ARM-Prozessor verbaut hat.

(c) Apple/Screenshot

Apple wirft den „Booster“ an

Beim neuen 13,3 Zoll großen MacBook Air mit Retina-Display wurde alles „geboosted“. Der Rechner ist nach Apples Angaben um dreieinhalb Mal schneller als der Vorgänger. Insgesamt soll das Gerät flotter als „98 Prozent aller PC-Laptops, die im letzten Jahr verkauft wurden“ sein. Aber damit nicht genug, die GPU-Leistung wurde verfünffacht, die verbauten SSDs sind doppelt so flott und auch beim Akku wurde an der Kapazität geschraubt. Bis zu 15 Stunden im Netz surfen und 18 Stunden Videowiedergabe verspricht Apple und übertrumpft den Vorgänger damit um knapp sechs Stunden.

Optisch hat sich hingegen wenig getan. Die Änderungen wurden nur an den inneren Werten vorgenommen. Das technische Upgrade hat einen Preis von 1000 Dollar (ohne Steuer). (Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung standen noch keine Euro-Preise zur Verfügung)

Hier die Daten des MacBook Air im Überblick.(c) Apple/Screenshot

Ein Gerät, das im Vorfeld von den Apple-Insidern gar nicht beachtet, oder gar diskutiert wurde, erhält ebenfalls ein Update. Der MacMini wurde auch gleich aktualisiert und wie auch das MacBook Air wurde hier an der Leistung gedreht. Apple reduziert den Preis im Vergleich zum Vorgänger um 100 Dollar. Der Mini-Rechner kostet 700 Dollar.

Die Daten des MacMini im Überblick.(c) Apple/Screenshot

Eine optische Überarbeitung bleibt auch beim 13 Zoll großen MacBook Pro aus, aber auch hier kommt der neue Prozessor zum Einsatz. Und dieser macht den Rechner „mächtiger und mehr Pro“. Das Mikrofon und die Audioqualität wurde verbessert - das solle sich im Home Office bezahlt machen. Ebenfalls neu ist im Pro die USB-4-Unterstützung mit vier Thunderbolt-Ports. Der Preis bleibt unverändert bei 1300 Dollar.

Die Daten des Pro im Überblick.(c) Apple/Screenshot

Die Geräte sind ab sofort vorbestellbar und sollen ab nächster Woche lieferbar sein. Das neue MacOS-Betriebssystem Big Sur kommt am Donnerstag.