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Einwurf

Die Triage ist Hilfsmittel, nicht Horrorfall

++ HANDOUT/THEMENBILD ++ INTENSIVSTATIONEN
APA/OÖG
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Ein Wort geistert seit Beginn der Pandemie durch die Medien und sorgt für Schrecken: die Triage. Eine Entwarnung.

Seit Ausbruch der Pandemie geistert ein Wort durch die Medien, das ein unangenehmes Gefühl hervorruft, die „Triage“. Aber was ist diese angeblich so bedrohliche Triage wirklich? Triage ist eine Technik, Priorisierungen vorzunehmen und medizinische Hilfe bestmöglich einzusetzen. „Triagieren“ bedeutet nichts anderes, als nach der Sichtung der Patienten eine Einteilung vorzunehmen und festzulegen, wer sofort Hilfe braucht und wer warten kann. Dazu gehört zwar auch die Notwendigkeit, zu erkennen, bei welchen Patienten keine Hilfe mehr möglich ist. Das bedeutet aber nicht, dass unrettbare Patienten unversorgt bleiben.

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Einfachstes Beispiel einer Triage ist der Betrieb einer Notfall-Ambulanz: Wer dort stark blutend oder bewusstlos eingeliefert wird, kommt sofort dran, ganz egal, ob dort schon 20 oder 30 Leute mit leichten oder mäßigen Beschwerden auf ihre Behandlung warten. Die für Ärzte naturgemäß am meisten herausfordernde Art der Triage ist jene, bei der es um Leben oder Tod geht und diese Entscheidungsnot durch die immer und überall begrenzten Ressourcen entsteht. Eine Sonderform der Triage kann auf Intensivstationen (ICU) entstehen, wenn im Rahmen einer Pandemie mehr Intensivpatienten zu versorgen sind, als die betroffene ICU bewältigen kann.