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„Die Gesellschaft muss sich viel stärker mobilisieren“: Blume in einem Einschussloch vom 2. 11.
Interview

Islamismus-Experte: „Das ist ein atmosphärischer Jihadismus“

Warum die Zerstörung des IS den Terror noch gefährlicher gemacht hat: Frankreichs wichtigster Islamismus-Experte Gilles Kepel im Gespräch.

Die Presse: Frankreich hat in sieben Wochen drei Attentate mit Stichwaffen erlebt, dazu drei vereitelte Attentate. Sehen Sie eine Kontinuität zum Anschlag in Wien?

Gilles Kepel: Die Attentate folgen demselben Muster. Wir sind in einer neuen Phase, die ich den atmosphärischen Jihadismus nenne. Der IS funktionierte wie ein Netz, Leute in Europa wurden von ihm aus ferngesteuert. Mit seiner Zerstörung ist es ganz anders geworden. Jetzt kreieren Influencer ein Klima und bezeichnen Zielscheiben – und dann gibt es irgendwen, der zur Tat schreitet. Es ist mehr wie ein elektrischer Kontakt.


Wie verlief der „elektrische Kontakt“ bei den Attentaten in Frankreich?