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Vienna Art Week

Da steht ein Haus der Rituale in Simmering

Ganz langsam steigern sich die Gesichter des Beschwerdechors von Oliver Hangl zu grinsenden Grimassen – das Ritual des öffentlichen Lächelns persiflierend.
Ganz langsam steigern sich die Gesichter des Beschwerdechors von Oliver Hangl zu grinsenden Grimassen – das Ritual des öffentlichen Lächelns persiflierend.(c) Hangl
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Als Schatten seiner selbst musste das Festival online gehen. In zehn Tagen nur digitalisierte man das Programm. Ausstellung inklusive.

Da steht ein Geisterhaus in Simmering. Verlassen ist es, nur abgewrackte Ruine eines kleinbürgerlichen Idylls. Von der Straße aus nicht einmal zu sehen, versteckt hinter der grellen Front eines Nagelstudios. Es kann nicht betreten werden. Die feine Ausstellung, die sich hier eingehaust hat, existiert nur virtuell. Per Video, ab kommendem Montag. Die Vienna Art Week, das Wiener Kunstfestival, das diesen Herbst zum 16. Mal stattfindet, trifft mit seiner diesjährigen Sonderschau mitten ins Herz einer Kunstszene, die nicht erscheinen darf, nur scheinen, im Internet. Das „Haus der Rituale“, so der Titel, als Fata Morgana dessen, was uns fehlt, was uns Einzelne zur Gemeinschaft werden lässt.