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Carla Sarkozy setzt sich für verurteilte Iranerin ein

Carla Sarkozy
Carla Sarkozy setzt sich für verurteilte Iranerin ein(c) EPA (Lucas Dolega)
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Im Iran soll eine Frau wegen Ehebruchs zu Tode gesteinigt werden. Rund 15.000 Menschen unterzeichneten einen Online-Aufruf gegen dieses Urteil. Jetzt macht sich die französische First Lady für Mohammadi-Ashtiani stark.

Die französische Präsidentengattin Carla Sarkozy hat sich für eine von der Steinigung bedrohte Iranerin stark gemacht. "Mein Mann wird sich für Sie einsetzen, Frankreich wird Sie nicht aufgeben", schreibt das ehemalige Model in einem am Dienstag im Internet veröffentlichten Brief.

"Wie kann man schweigen angesichts des Urteils gegen Sie? Warum Ihr Blut vergießen, Kinder ihrer Mutter berauben? Nur weil Sie gelebt und geliebt haben, weil Sie eine Frau sind, weil Sie Iranerin sind? Alles in mir sträubt sich, dies zu akzeptieren", heißt es in dem Schreiben auf der Website des französischen Publizisten Bernard-Henri Lévy "La règle du jeu".

Neben Carla Sarkozy haben auch zahlreiche andere Prominente und Politiker Briefe an die zum Tod verurteilte Iranerin Sakineh Mohammadi-Ashtiani verfasst, unter ihnen Ex-Präsident Valéry Giscard  d'Estaing und der Pariser Bürgermeister Bertrand Delanoë. Mehr als 15.000 Menschen haben einen Online-Aufruf unterzeichnet. Die 43-Jährige war wegen Ehebruchs verurteilt worden. Das Steinigungsurteil hatte Proteste zahlreicher Regierungen und Menschenrechtsorganisationen ausgelöst. Im Juli hatte Teheran die Vollstreckung des Urteils vorerst ausgesetzt.

(APA/dpa)