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ÖAK:„Presse am Sonntag" hebt in der Auflage ab

oeAKPresse Sonntag hebt Auflage
(c) Clemens Fabry
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„Die Presse" (Montag bis Samstag) führt mit 75.518 verkauften Exemplaren weiter das Qualitätssegment der Zeitungen an. Die „Presse am Sonntag" verkaufte im ersten Halbjahr 83.059 Stück.

Altbewährtes ist gut. Innovationen sind besser. Das lässt sich aus den am Dienstag veröffentlichten Zahlen der Österreichischen Auflagenkontrolle (ÖAK) herauslesen. Dort zeigen sich generell leichte Rückgänge der Auflagen im ersten Halbjahr 2010 - die „Presse am Sonntag", die seit Mitte März 2009 als Qualitäts-Sonntagszeitung am Markt ist, konnte hingegen einen deutlichen Sprung nach oben verzeichnen: Im ersten Halbjahr 2009 lag die verkaufte Auflage bei 59.063, im Vergleichszeitraum 2010 kletterte die Marke auf 83.059 verkaufte Exemplare. Gleichzeitig konnte die „Presse am Sonntag" die Zahl ihrer Abonnenten von 2792 auf 24.156 steigern. „Die Presse" (Montag bis Samstag) führt weiter im Ranking der Qualitätszeitungen - mit einer Verkaufsauflage von 75.518 Exemplaren und 60.097 Abonnenten.

Umkämpfter Gratismarkt

Der zweite Bereich, in dem relativ junge Medien wider den Trend Auflagensteigerungen zu verzeichnen haben, ist jener der Gratiszeitungen: „Heute" legte im Gratisvertrieb von 472.750 auf 536.764 Exemplare zu. „Österreich" wird in der aktuellen Reihung erstmals als Gratiszeitung ausgewiesen (außer am Sonntag, wo mehr als die Hälfte der Exemplare verkauft wird). Wochentags wurden demnach 224.731 Stück gratis verteilt, 148.291 wurden verkauft.

An den medialen Größenverhältnissen in Österreich änderte sich auch im ersten Halbjahr 2010 nichts: Meistverkaufte Zeitung Österreichs blieb die „Kronen Zeitung" mit einer Verkaufsauflage von 817.549 Stück. Gegen den Trend zulegen konnte die zweitgrößte Zeitung des Landes - die „Kleine Zeitung" verkaufte 285.449 Exemplare, auch „Kurier" (161.996) und „Vorarlberger Nachrichten" (63.625) verzeichneten ein Plus.

Die „OÖN" kauften durchschnittlich 109.140 Leser, die „TT" 89.660, den „Standard" 74.003, die „SN" erwarben 70.107 Leser, das „Wirtschaftsblatt" wurde 22.024 mal verkauft und die „Neue Vorarlberger Tageszeitung" 8436 mal.

In Bewegung war im ersten Halbjahr 2010 wieder der Wiener Markt: Während der Verkauf der „Krone" von 133.652 auf 129.977 Exemplare und jener des „Kurier" von 89.260 auf 88.571 zurückging, legte die Gratis-U-Bahn-Zeitung „Heute" von 331.520 auf 365.713 zu.

Großes Minus bei „E-Media", „News"

Bei den Wochenzeitungen verzeichnete die „Furche" ein Plus in der verkauften Auflage und kam auf 16.135 Stück. Die „Niederösterreichischen Nachrichten" verkauften im Schnitt 130.396 Stück. Verloren hat „Die Ganze Woche" - auf 327.283 Käufer, „TV-Media" legte auf 226.673 verkaufte Exemplare zu. Teilweise deutliche Rückgänge gab es hingegen in der restlichen News-Gruppe: Ein großes Minus verzeichnete „E-Media" - es verlor in der Verkaufsauflage deutlich auf nunmehr 57.638 Stück. Auch die Verkaufsauflage von „News" sank auf 182.917, jene von „Woman" auf 169.428 Exemplare. „Profil" verkaufte 73.352 Hefte.

Die Auflagen

ÖAK-Verkaufsauflage, 1. Hj. 2010:

„Kronen Zeitung“, 817.549
„Kleine Zeitung“,
285.449
„Kurier“,
161.996
„OÖN“,
109.140
„Tiroler Tageszeitung“,
89.660
„Die Presse“,
75.518
„Der Standard“,
74.003
„Vorarlberger Nachrichten“,
63.625
„Wirtschaftsblatt“, 22.024

("Die Presse", Print-Ausgabe, 25.08.2010)