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Was Kinder am Smartphone sehen, liegt nicht nur in der Verantwortung der sozialen Medien.
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Soziale Medien

„Medienkompetenz geht alle an“

Die sozialen Medien haben nach dem Terroranschlag in Wien versagt. Sie sind nicht allein verantwortlich, mahnt Cyberkriminologe Thomas-Gabriel Rüdiger.

Es waren verstörende Bilder, die sich binnen kürzester Zeit am 2. November aus der Bundeshauptstadt in den sozialen Netzwerken verbreitet haben. Man muss nicht direkt dabei gewesen sein, um die Bilder nicht mehr vergessen zu können. Und einmal mehr stehen Facebook, Twitter und Co. in der Kritik und müssen sich der berechtigten Frage stellen: Wie konnten sich erneut diese Videos und Bilder scheinbar unkontrolliert verbreiten? Sind die Plattformen mehr Fluch als Segen?

Denn längst handelt es sich dabei um keinen Einzelfall. Beim Attentat in Christchurch (Neuseeland) übertrug der Attentäter 2019 ungehindert seine Gräueltaten live auf Facebook. Ähnliche Szenarien spielten sich bei den Anschlägen in Hanau oder Halle dieses Jahr ab. Das große Aufräumen und Löschen, so scheint es, beginnt erst im Nachhinein, während die Bilder und Videos tagelang aufrufbar sind.