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Plattenkritik

Neues Album von AC/DC: Songs, so simpel wie Legohäuser

Ewige Problempubertät: AC/DC in traditioneller Pose.
Ewige Problempubertät: AC/DC in traditioneller Pose.Sony/Josh Cheuse
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Der verstorbene Malcolm Young wurde aus der Familie nachbesetzt, der dünnstimmige Brian Johnson ist wieder da: Die alten Mopedrocker von AC/DC lassen es auf „Power Up“ mit neuer Besetzung wie gewohnt krachen.

Wie viele – und welche – Mitglieder kann man ersetzen, ohne die Seele einer Band zu verlieren? Oder funktionieren Bands wie Firmen, die jeden ersetzen, der ausfällt? Als Doors-Sänger Jim Morrison starb, wollte ihn Labelbetreiber Jac Holzman flugs durch den Engländer Kevin Coyne ersetzen. Der weigerte sich aber, Lederhosen zu tragen, weil er das lächerlich fand. Einige Jahrzehnte später gingen die noch lebenden Doors-Mitglieder mit Cult-Sänger Ian Astbury auf die Bühne. Um die Peinlichkeit ein wenig zu camouflieren, nannten sie sich „Doors of the 21st Century“.

Die britische Band Queen probierte es einige Jahre lang mit Adam Lambert als Ersatz für die verblichene Lichtgestalt Freddie Mercury. David Clayton-Thomas, Sänger und Rechtinhaber des Bandnamens Blood, Sweat & Tears ging einen Schritt weiter:. Er vercheckte das Konzept seiner Gruppe im Franchise-Verfahren und kassierte dafür, dass Blood, Sweat & Tears ohne ein einziges Originalbandmitglied auf Welttournee gingen.

So arg ist es bei den schottisch-australischen Mopedrockern AC/DC nicht, aber auch sie mussten die Besetzung öfter wechseln.