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Arbeitsmarkt

613.602 Personen ohne Job oder in Kurzarbeit

Arbeitsministerin Christine Aschbacher: Dynamik am Arbeitsmarkt auch in Krisenzeiten hochChristine Aschbacher
Arbeitsministerin Christine Aschbacher: Dynamik am Arbeitsmarkt auch in Krisenzeiten hochAPA/HERBERT NEUBAUER
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Die Arbeitslosigkeit ist weiter im Steigen. Arbeitsministerin Aschbacher erwartet "einige hunderttausend" Personen in Kurzarbeit.

Arbeitsministerin Christine Aschbacher (ÖVP) rechnet angesichts des erneuten Corona-Lockdown mit einem deutlichen Anstieg der Kurzarbeitszahlen. "Wir erwarten, dass einige hunderttausend Menschen in Kurzarbeit sein werden", sagte Aschbacher am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Wien. Aktuell sind über 170.000 Arbeitnehmer in Kurzarbeit.

Zum Vergleich: Ende September waren noch 295.000 Personen in Kurzarbeit, im Frühjahr sogar 1,3 Millionen. Die Arbeitsministerin appellierte erneut an Betriebe, die jetzt vom Lockdown betroffen sind, auch die Kurzarbeit in Anspruch zu nehmen. Noch bis Ende des Lockdowns können betroffene Betriebe Anträge auf Kurzarbeit rückwirkend stellen. Direkt betroffene (geschlossene) Betriebe können die Arbeitszeit der Mitarbeiter auch auf 0 Prozent reduzieren.

Aktuell sind 443.465 Personen beim AMS (Arbeitsmarktservice) vorgemerkt, davon 376.465 Arbeitslose und 67.000 Schulungsteilnehmer. Im Vergleich zur Vorwoche sind damit 6.044 Personen mehr ohne Job. Die krisenbedingte Arbeitslosigkeit liegt derzeit bei 82.708, ein Plus von 3.700 zur Vorwoche. "Wir spüren zurzeit saisonale Auswirkungen am Arbeitsmarkt, aber auch dazukommend die krisenbedingte Arbeitslosigkeit aufgrund der Corona-Pandemie", sagte Aschbacher. Seit Anfang November konnten 39.000 Personen wieder in einen Job vermittelt werden. "Das zeigt, dass die Dynamik am Arbeitsmarkt auch in Krisenzeiten nach wie vor hoch ist", so die Arbeitsministerin.

Wie stark die Arbeitslosenzahlen in den kommenden Wochen aufgrund des zweiten Lockdown steigen könnten, wollte die Arbeitsministerin nicht abschätzen. Eine genaue Zahl zu nennen, sei "nicht seriös". Im ersten Corona-Lockdown stieg die krisenbedingte Arbeitslosigkeit bis Mitte April auf 210.000 Betroffene.

(APA)