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Schönbrunner Panda-Baby entwickelt sich prächtig

Schoenbrunner PandaBaby entwickelt sich
(c) EPA (Tiergarten Schoenbrunn / HO)
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Pandaweibchen Yang Yang und ihr Nachwuchs zeigen keinerlei Anzeichen von Stress. Der Tiergarten gönnt den zwei Ruhe und Zweisamkeit.

Der zwei Tage alte Panda aus dem Tiergarten Schönbrunn entwickelt sich prächtig, meinte Direktorin Dagmar Schratter am Mittwoch. Er hat eine kräftige Stimme und Riesen-Appetit. Alle zwei Stunden meldet sich bei dem Nachwuchs der Hunger - Tag und Nacht. Das Pandaweibchen Yang Yang hat sich von Anfang an wieder als vorbildlich und liebevoll erwiesen. Nach den ersten Strapazen zeigte sie sich bereits entspannt im Umgang mit dem Junior.

Der Wiener Tiergarten geht in der Aufzucht der Pandas eigene Wege und gönnt Mutter und Nachwuchs die erste Zeit Ruhe und Zweisamkeit. Weder Pfleger noch Tierarzt kommen mit ihnen in Berührung, solange es nicht unbedingt notwendig ist. Auch in der Nacht bleibt immer ein Pfleger ganz in der Nähe der beiden. Über die Kamera in der Wurfbox kann das Treiben der zwei mitverfolgt werden. Die Pandas kommunizieren lautstark und eindringlich miteinander und zeigen keinerlei Anzeichen von Stress.

In Gefangenschaft bereits zum zweiten Mal auf natürlichem Wege Pandas zu züchten, gelang vor Schönbrunn keinem anderen europäischen Zoo. Vorwürfe von Tierschützern, man bereichere sich an derartigen Zuchterfolgen, wies Schratter vehement zurück. Die Kosten für eine derartige - notwendige - Aktion übersteigen die Zusatzeinnahmen durch ein vorübergehenden Besucherplus bei weitem.

Der medial etwas ins Abseits der Aufmerksamkeit geratenen Elefantennachwuchs Tuluba macht sich übrigens ebenfalls prächtig: Am Dienstag lernte er erstmals seinen großen Bruder kennen. Die Kleinfamilie ist somit wieder vereint, freute sich Schratter.