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In Peru erzwangen Demonstranten zwei Rücktritte von Präsidenten.
Reportage

Eine Welle der Wut rollt durch Südamerika

Die Proteste und die hektischen Machtwechsel in Peru waren wohl nur der Anfang. Zwischen Ecuador, Argentinien und Chile bahnen sich infolge der Coronakrise und der dramatischen Ungleichheit soziale Explosionen an. Das Jahr 2021 wird turbulent.

Es gibt nichts zu feiern.“ Als Francisco Sagasti diese Worte sprach, trug er eine rot-weiße Schärpe über seiner Schulter, der Plenarsaal des peruanischen Parlaments war voll besetzt und das TV übertrug live. Der 74-jährige Ingenieur, Intellektuelle und internationale Berater war gerade von den Abgeordneten zum Übergangspräsidenten Perus gewählt worden – zum vierten in der laufenden Amtsperiode. Seine Worte bezogen sich auf den Tod zweier Demonstranten, die am Wochenende zuvor von Polizeikugeln tödlich getroffen worden waren. Sie hatten gegen Machtmanöver jenes Parlamentes protestiert, das nun so artig Beifall klatschte.