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Sportfachhandel fordert "angemessenen Umsatzersatz"

Von den insgesamt 12.000 Arbeitsplätzen im heimischen Sportfachhandel sind 6.500 direkt vom Tourismus abhängig.
Von den insgesamt 12.000 Arbeitsplätzen im heimischen Sportfachhandel sind 6.500 direkt vom Tourismus abhängig.(c) Die Presse (Clemens Fabry)
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Man stehe mit dem Rücken zur Wand, erklären Branchenvertreter in einem offenen Brief an die Bundesregierung.

Die Sorgen bei den Sportfachhändlern in touristischen Gebieten sind zuletzt gestiegen. Dieser Tage wurde Alarm geschlagen, dass 40 Prozent vom Aus bedroht seien. Nun haben die Chefs von Intersport, Sport2000, atomic, Bründl Sport und weitere Branchenvertreter zur Feder gegriffen und einen offenen Brief an die Bundesregierung geschickt. Darin machen sie auf ihre prekäre Situation aufmerksam. Vor allem fordern sie einen "angemessenen Umsatzersatz" für ihre Branche.

"'Keiner wird zurückgelassen', heißt es", schreiben Holger Schwarting (Sport2000), Thorsten Schmitz (Intersport), Wolfgang Mayrhofer (Atomic und Sprecher Skiindustrie), Hans-Jürgen Schoder (Sprecher ARGE Fahrrad Österreich/CEO Thalinger Lange) und Michael Nendwich, WKÖ-Sprecher Sportartikelhandel) an Bundeskanzler Sebastian Kurz, Finanzminister Gernot Blümel (beide ÖVP) und Werner Kogler (Grüne). "Doch wen Sie jetzt zurücklassen, das sind 40 Prozent der touristischen Sportfachhändler*innen in Österreich." Es handle sich um regionale Familienbetriebe. "Für unsere Branche ist ein angemessener Umsatzersatz daher überlebensnotwendig." Man stehe mit dem Rücken zur Wand.

Von den insgesamt 12.000 Arbeitsplätzen im heimischen Sportfachhandel sind 6.500 direkt vom Tourismus abhängig, hieß es am Wochenende. Die Sporthändler in touristischen Lagen machen demnach in den kommenden vier Monaten bis zu 70 Prozent ihres Jahresumsatzes.

Der Handel soll ja gestaffelte Umsatzersätze bekommen. Während Gastronomie und Tourismus mit 80 Prozent entschädigt werden, winken den Handelsfirmen Hilfen von 20, 40 oder 60 Prozent des Umsatzausfalls. Für den Sportfachhandel werden 20 Prozent kolportiert - und das wäre aus dessen Sicht zu wenig.

ÖVP-Wirtschaftsbund kritisiert Spar, Lidl und Hofer

Indes hat am Wochenende der niederösterreichische ÖVP-Wirtschaftsbund auch einen offenen Brief geschrieben - und zwar an Spar, Lidl und Hofer. Diese Handelsunternehmen werden darin aufgeforder sich "an die Notmaßnahmenverordnung zu halten" und das Sortiment wie darin gefordert einzuschränken. Unter den Unterzeichnern finden sich zahlreiche ÖVP-Vertreter wie Niederösterreichs Wirtschaftslandesrat Jochen Danninger, der Präsident der NÖ Wirtschaftskammer und Landesobmann des Wirtschaftsbundes Wolfgang Ecker, WBNÖ Direktor Harald Servus, die WKNÖ Vizepräsidenten des Wirtschaftsbundes und weitere Spitzenvertreter aus Handel und Gewerbe in der NÖ Wirtschaftskammer.

(APA)