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Bundesliga

Auf vorgeführte Salzburger warten verärgerte Bayern

Ex-Salzburger Jakob Jantscher (l.) düpiert den Serienmeister.
Ex-Salzburger Jakob Jantscher (l.) düpiert den Serienmeister.(c) APA/KRUGFOTO
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Ausgerechnet vor dem Champions-League-Gastspiel in der Münchner Allianz Arena hat Red Bull Salzburg die schwächste Leistung der bisherigen Saison abgeliefert. Auch die Bayern haben bei ihrer Generalprobe alles andere als überzeugt, sind nun aber gefährlicher denn je.

Wals-Siezenheim. Mit der besten Leistung der jüngeren Red-Bull-Vergangenheit hat Salzburg ein 2:6 gegen Bayern München kassiert. Wenn auch die Niederlage vor drei Wochen ob der beachtlichen Gegenwehr zu hoch ausfiel. Am Mittwoch steigt in der Champions League das Rückspiel, doch anstatt Selbstvertrauen zu tanken, hat Österreichs Meister einen Dämpfer kassiert: Zu Hause verlor man gegen Sturm Graz 1:3. Was wohl passieren würde, wenn man in München eine ähnliche Leistung abliefert? „Vergiss es“, antwortete der kopfschüttelnde Trainer Jesse Marsch nur. Sein Tormann Cican Stankovic meinte: „Dann gute Nacht.“

Für Marsch war die Niederlage gegen Sturm die deutlichste seiner Amtszeit in der Liga. „Wir waren in fast jeder Situation Zweiter.“ Seine vier Änderungen gegenüber dem 1:1 bei Rapid vor der Länderspielpause waren zu viel. Ohne Maximilian Wöber und Andreas Ulmer fehlte der in dieser Saison ohnehin anfälligen Abwehr weitere Stabilität. Sommer-Zugang Oumar Solet, 20, war beim Grazer Führungstreffer von Ivan Ljubic (48.) zu weit weg vom Gegenspieler. Jakob Jantscher ließ wie in besten alten (auch Salzburger) Zeiten einen Doppelpack (53., 59.) folgen. Auch im Spiel nach vorn blieb Salzburg vieles schuldig, herausgespielte Chancen waren Mangelware, der sehenswerte Ehrentreffer von Mergim Berisha (86.) die Ausnahme.

Deutlich zu sehen aber auch: Das Salzburger Spiel funktionierte in der letzten halben Stunde besser. Da hatte Marsch mit Wöber, Ulmer und Sekou Koita drei Stammkräfte eingewechselt. „Hoffentlich können wir lernen und gegen Bayern etwas ganz Anderes abliefern“, meinte der Coach. Gut möglich auch, dass das Highlight in der Allianz Arena schon in den Köpfen der Spieler war.

 

Hoffnungsschimmer

Doch auch die Bayern haben sich nicht warm geschossen. Nur Tormann Manuel Neuer und Kingsley Comans Ausgleichstreffer zum 1:1 verhinderten gegen Lieblingsgegner Werder Bremen die erste Heimniederlage seit einem Jahr.

Gegen Salzburg muss nun eine Antwort folgen, ansonsten droht sich die Stimmung beim erfolgsverwöhnten Starensemble zu verschlechtern. Trainer Hansi Flick hält nach seiner 50. Partie als Bayern-Coach zwar bei 45 Siegen, zwei Remis und nur drei Niederlagen, auch sind die Münchner als Tabellenführer in der deutschen Bundesliga und Champions League weiter auf Kurs, doch die mühsamen Auftritte werden mehr. (joe)

 

Bundesliga 8. Runde

1. Salzburg
2. Rapid
3. Lask
4. Sturm
5. St. Pölten
6. WSG Tirol
7. WAC
8. Austria
9. Hartberg
10. Ried
11. Altach
12. Admira

Austria – St. Pölten 1:1 (0:1). Generali Arena. SR Harkam. Tore: Jukic (84.) bzw. Muhamedbegovic (39.).
WSG Tirol – Admira 3:0 (2:0). Tivoli Stadion. Tore: Baden Frederiksen (2., 45.), Anselm (86.).
Salzburg – Sturm Graz 1:3 (0:0). Red Bull Arena, SR Spurny. Tore: Berisha (86.) bzw. Ljubic (48.), Jantscher (53., 59.).
Hartberg – Lask 1:1 (0:1). Profertil Arena, SR Kijas. Tore: Luckeneder (53.) bzw. Filipovic (22.).
Altach – WAC 0:2 (0:0). Cashpoint Arena, SR Altmann. Tore: Peretz (73.), Vizinger (79.).

("Die Presse", Print-Ausgabe, 23.11.2020)