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Leitartikel

Massentests als Generalprobe für das große Corona-Finale

WU
Im September wurden rund 2000 asymptomatische Studierende der Wirtschaftsuniversität Wien getestet – so etwas wie der erste Massentest Österreichs.Die Presse/Clemens Fabry
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Millionen Menschen zu testen dient in erster Linie einem Zweck – der rechtzeitigen Errichtung der Infrastruktur für die bevorstehenden Corona-Impfungen.

Auch wenn die geplanten Massentests einen Beitrag zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus leisten dürften und der Appell an die Bevölkerung nur lauten kann, sich daran zu beteiligen, sind sie in erster Linie eines – das offizielle Eingeständnis der Regierung, die Kontrolle über das Contact Tracing verloren zu haben. Derzeit ist bei nur 19 Prozent der Infektionen die Quelle, also der Patient null, bekannt, für eine effiziente Kontaktnachverfolgung sind 60 Prozent erforderlich.

Denn wäre das Contact Tracing – zum einen wegen des Personalmangels, zum anderen wegen der Weigerung vieler Betroffener zur Kooperation – nicht zusammengebrochen, brauchte es keine Massentests, weil auch beschwerdefreie Infizierte gefunden würden. Bei irgendjemandem haben sie sich schließlich angesteckt, womit sie als dessen Kontaktpersonen ins Visier der Behörden geraten müssten.

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