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Luftfahrt

Boeing 737 Max soll Anfang 2021 auch in Europa wieder fliegen dürfen

In den USA sind die Boeing 737 Max bereits wieder im Einsatz, bald auch in Europa.
In den USA sind die Boeing 737 Max bereits wieder im Einsatz, bald auch in Europa.APA/AFP/JASON REDMOND
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Die Öffentlichkeit kann den von der europäischen Luftfahrtaufsicht EASA veröffentlichten Bericht zunächst noch vier Wochen lang kommentieren. Fast zwei Jahre blieben das Boeing-Modell nach zwei Unglücken am Boden.

Nach der Wiederzulassung des Unglücksfliegers Boeing 737 Max in den USA steht auch in Europa ein Ende des Startverbots bevor. Geplant sei, den Flugzeugtyp in einigen Wochen wieder abheben zu lassen, teilte die europäische Luftfahrtaufsicht EASA am Dienstag in Köln mit. Zunächst kann aber die Öffentlichkeit vier Wochen lang die von der EASA veröffentlichte Lufttüchtigkeitsanweisung für den Jet kommentieren.

Die endgültige Fassung ist den Angaben zufolge ab Mitte Jänner zu erwarten. Nach zahlreichen Veränderungen an Hard- und Software und einer zusätzlichen Schulung der Piloten sollen die Jets auch in Europa wieder abheben dürfen - mehr als 22 Monate nach Beginn des Flugverbots.

Zwei Abstürze im Mai

Die Reihe 737 Max war im März 2019 nach zwei Abstürzen mit insgesamt 346 Toten aus dem Verkehr gezogen worden. Als Hauptursache der Unglücke galt ein fehlerhaftes Steuerungsprogramm. Boeing hatte die Probleme eigentlich bereits nach dem ersten Absturz beheben wollen. Doch es traten wiederholt weitere Mängel auf, sodass es letztlich rund 20 Monate dauerte, bis die US-Luftfahrtbehörde FAA vergangene Woche das Flugverbot für die USA aufhob.

Die EASA hatte bei Teilen des Wiederzulassungsverfahrens mit der FAA kooperiert, wollte aber auf eigener Wissensgrundlage eine unabhängige Entscheidung treffen. "Ich bin zuversichtlich, dass wir bei der Prüfung des Flugzeugs mit seinen Veränderungen jeden Stein umgedreht haben", sagte EASA-Chef Patrick Ky. "Jedes Mal, wenn es so schien, dass Probleme gelöst waren, haben wir tiefer gebohrt und noch mehr Fragen gestellt." Die gründliche Prüfung gebe der EASA das Vertrauen, dass das Flugzeug jetzt sicher fliegen könne.

(APA/dpa)