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Sport-Club

Ein E-Bike in Rennrad-Gestalt, etwas zu früh getestet

Das Blade99 von C.B.T. ist auch für gröberen Untergrund gedacht, wirkt dort aber nicht sonderlich komfortabel
Das Blade99 von C.B.T. ist auch für gröberen Untergrund gedacht, wirkt dort aber nicht sonderlich komfortabelBenedikt Kommenda
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Das Blade99 vom italienischen Hersteller C.B.T. ist ein auffallend leichtes E-Bike. Die Motorisierung hingegen ist gut versteckt.

Viele finden es jetzt schon zu kalt zum Radfahren. Dabei verlocken die Lockdown-beruhigten Straßen zu einer Ausfahrt, nach Möglichkeit natürlich auch außerhalb der Stadt (bei Nebel mit Licht!). Körperliche und psychische Erholung im Freien ist ja erlaubt. Ich durfte eine Testfahrt mit einem neu auf den Markt gekommenen Fahrrad machen, war damit aber, auch ungeachtet der Witterung, meiner Zeit ein bisschen voraus.

Das Rad: ein Blade99 von C.B.T. Italia, das mir der Hersteller geliehen hat (Kaufpreis: 4320 Euro). Es ist ein motorisiertes Gravel Bike, also eines, das aussieht wie ein Rennrad, aber dank breiterer Bereifung (32mm) auch abseits des Asphalts gefahren werden kann. Den Akku sieht man dem schicken, leichten Carbon-Rad (13,7kg sind nicht viel für ein E-Bike) kaum an: Er schmiegt sich mit hufeisenförmigem Querschnitt so ans Unterrohr, dass er nur von oben betrachtet als extra breit auffällt.

Von oben gesehen ist der Akku schon wuchtig
Von oben gesehen ist der Akku schon wuchtigBenedikt Kommenda

Der Motor sitzt, fast noch unauffälliger, in der Hinterradnabe und arbeitet extrem leise, hörbar nur auf ganz glattem Untergrund. Leistung vorzutäuschen ist allerdings nicht unser Ziel im Sport-Club. Schon eher, den Aktionsradius ohne große Mühe zu erweitern.

Der Motor ist in der Hinterradnabe gut verborgen
Der Motor ist in der Hinterradnabe gut verborgenBenedikt Kommenda

Beides zusammen, der Akku im Verein mit dem Motor, unterstützt bis 25 km/h – also vor allem beim Bergauffahren – in wählbarer Stärke. Und mit großer Ausdauer: Erst nach 70 Kilometern mit 940 Höhenmetern zeigt das Display am Lenker, dass die Ladung zur Neige geht. Was dann bleibt, ist ein fast gewöhnliches Rennrad, mit der einfachen, aber soliden Sram-Apex-Schaltung mit elf Gängen. Und natürlich der nächste Ladevorgang, zu dem man den Akku abnehmen und mit einem fummeligen Stecker ans Netz schließen muss. Was mich sonst stört: Der Rahmen wirkt hart und nicht so komfortabel, wie man ihn sich abseits der Straße wünschen könnte. Aber da heißt es ausprobieren, womit wir wieder beim Thema Zeit wären: C.B.T. hat noch keinen Vertriebspartner in Österreich, ist aber für 2021 zuversichtlich. Dann ist es auch wieder wärmer.

E-Mails an: benedikt.kommenda@diepresse.com