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Robomaniac

Schreiben, Lesen, Rechnen und im 21. Jahrhundert auch Programmieren

Auf der Website robomaniac.at erhält man alle Infos zu aktuellen Kursen
Auf der Website robomaniac.at erhält man alle Infos zu aktuellen KursenRobomaniac
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In Onlinekursen bringt Robomaniac Kindern spielerisch Programmieren bei. Das Angebot reicht von Scratch bis Unity. Nebenbei lernen sie logisches und strukturiertes Denken.

Schreiben, Lesen, Rechnen. Das sind die drei gängigen Kulturtechniken. Mit der voranschreitenden Digitalisierung drängt sich eine vierte dazu: das Programmieren. Verstehen, wie Computer und ihre Programme funktionieren, gilt heute nahezu als unverzichtbar.

Bedingt durch die Coronapandemie müssen Schüler jeden Alters erneut von zu Hause aus lernen, mit technischen Hilfsmitteln. Sie zoomen, skypen, laden ihre digitalen Aufgaben in die Dropbox und helfen sich gegenseitig per WhatsApp. Dabei bleiben die Mechanismen der Technologie im Verborgenen. Robomaniac will das ändern: In Onlinekursen wird Kindern spielerisch der Umgang mit dem Computer gelehrt, indem sie unter Anleitung Spiele programmieren.

„Wir bieten abhängig vom Alter verschiedene Kurse an. Unsere Jüngsten können mit Scratch erste Schritte machen. Dann gibt es noch Kurse für Python und für die 13- bis 16-Jährigen Unity“, erklärt Catrin Meyringer, Mitgründerin von Robomaniac. Während bei Scratch erste Animationen am Computer erstellt werden, sind die Anforderungen bei Unity schon deutlich komplexer: Hier werden bereits 2-D- und 3-D-Spiele entwickelt.

Im ersten und auch jetzt im zweiten Lockdown werden Gratiskurse angeboten. Auch für die Weihnachtsferien will man möglichst viele Kinder erreichen. Bei regelmäßig wiederkehrenden Familientagen können nicht nur die Kleinen erste Erfahrungen sammeln, sondern auch Eltern lernen etwas über Roboter und das Programmieren. Diese werden wohl aber erst im Februar wieder stattfinden.

Noch mehr Zeit am PC?
Medienkompetent und digital, das sind die Anforderungen an die nächste Generation, sind sich Experten einig. In Schulen ist das Thema aber kaum bis gar nicht angekommen. Dort setzen Anbieter wie Robomaniac, aber auch Robowunderkind und viele andere an. Dem Vorwurf, dass die Kinder sowieso schon zu viel vor dem PC sitzen, entgegnet Meyringer: „Die Realität ist doch sowieso, dass die Kinder nach der Schule am Computer oder mit der Konsole spielen. So lernen sie spielerisch etwas Sinnvolles.“ Zudem sei die Grundlage für das Programmieren sowieso Mathematik. Es brauche viel Grundverständnis, das hier auf spielerische Art vermittelt und vertieft wird. Nicht zu vernachlässigen seien weitere positive Effekte für eigenständiges, strukturiertes und logisches Denken, zudem würde die Kreativität gefördert.

Das habe auch positive Auswirkungen auf die aktuellen Herausforderungen. „Kinder können sich viel besser auf neue Lernprogramme einstellen und verstehen sie viel schneller“, resümiert Meyringer. Außerdem animieren die Onlinekurse, selbst auf Fehlersuche zu gehen. Bei den Kursen, die sonst im dritten Wiener Gemeindebezirk stattfanden, wurde bei einem Problem schneller der Trainer gerufen.

Mehr Mädchen als sonst. Generell sei das Onlineangebot überraschend gut angekommen. Vor allem erreiche man jetzt Kinder aus allen Bundesländern. Mehr als 1200 Kinder haben bis jetzt an den Onlinekursen teilgenommen. Darunter auch mehr Mädchen als sonst, die dann auch „unter den Gruppenbesten“ seien.

Dabei braucht es gar nicht viel, um teilnehmen zu können. Ideal sind ein Laptop und Lautsprecher, um den Trainer zu hören. Ein zweiter Bildschirm (TV, iPad, Tablet) wird empfohlen. So könne man sich parallel zum Zoom-Call mit dem Trainer auf seine eigenen ersten Animationen konzentrieren. ⫻

("Die Presse", Print-Ausgabe, 29.11.2020)