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Advent

Ein Advent – so ruhig, wie wir ihn immer wünschten und nie wollten.

Menschen vermissen immer das, was sie gerade nicht haben. In den vergangenen Jahren schwollen um diese Zeit verlässlich rituelle Wehklagen über den Vorweihnachtsstress an, über den Einkaufswahn, über all die wichtigen und weniger wichtigen Treffen, die man unbedingt noch vor dem Vierundzwanzigsten im Terminkalender unterbringen musste.

Heuer fühlt sich alles anders an: Auf einmal ist der Wunsch groß nach einem Einkaufsbummel, nach Begegnungen mit Freunden und Bekannten. Manche trauern sogar den Punschständen und Christkindlmärkten nach; man kann es in der sentimentalen Rückschau auch übertreiben. Dabei wäre jetzt in Überfülle da, wonach sich viele in den Vorjahren so gesehnt haben: Ruhe. Doch stimmt das wirklich angesichts der inneren Anspannung, die sich in dieser Krisenzeit bemerkbar macht?

Karin Schuh und Eva Winroither (willkommen zurück aus dem Sabbatical in Portugal übrigens) spüren der Frage nach, ob das diesmal tatsächlich ein besinnlicherer Advent als sonst wird. Es weihnachtet überhaupt schon sehr in dieser Ausgabe. Karin Schuh war bei den Keksbäckern der Konditorei Heiner und den heuer fast arbeitslosen Nikolo-Darstellern. Und Mirjam Marits hat sich angesehen, wie das heuer mit dem Christbaumkauf läuft (es klappt, keine Sorge).

Haben Sie einen entspannten und besinnlichen ersten Adventsonntag.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 29.11.2020)