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Martin Martinovic nimmt Maß: Gegen Toulouse feierten die Margareten Fivers den ersten Sieg in der European League.
Margareten Fivers

Handball: Der Wurf in eine andere Sportwelt

Für die Margareten Fivers ist die European League Segen und Fluch zugleich. Kostspielig, unrentabel – aber ein großes Abenteuer. Handball-Manager Thomas Menzl erzählt stolz das „Hollgassen-Märchen“.

Margareten spielt im Europacup – und wegen Corona darf keiner hingehen. Die Fivers werfen erstmals seit 2011 wieder international mit, weil man sich bei Partnern und Spielern eigentlich für jahrelange Hilfe, Einsatz und Verzicht bedanken wollte. Mit einem Ausflug, dem Spiel in Lissabon. Aber, Österreichs dreimaliger Meister stieg sensationell auf. Und, kein Scherz, weil der finale Qualifikationsgegner aus Spanien wegen der Pandemie für das Rückspiel passen musste, stehen die Fivers in der Gruppenphase der European League.

Es ist das größte internationale Lebenszeichen des Wiener Handballs seit gefühlten Ewigkeiten, seit dem grandiosen Auftritt von West Wien in der Champions League (Vierter 1994). Thomas Menzl, Manager der Fivers, spricht mit einem Grinsen im Gesicht. Denn Margareten wähnt sich in einem Märchen. Jetzt könne man sich mit Kapazundern messen: Ademar Leon (ESP), Wisla Plock (POL), Chekhovskie medvedi (RUS), Toulouse Handball (FRA) und Metalurg Skopje (MKD).

Lehrer, Studenten, Controller. Der Vergleich von David gegen Goliath ist zulässig. Handball gilt in Österreich – zu Unrecht – als Randsportart. In echten Sportnationen genießt es Kultstatus, fließt sehr viel Geld und haben Erfolge mehr Gewicht als die der Fußballer. Menzl, 54, sagt, dass bei den Russen das „halbe Nationalteam“ dabei sei. In Wisla sei die Arena ein „Wahnsinn“. Frankreich gewann Olympia und WM, Skopje sei normalerweise Stammgast in der Champions League. Und der Kontrast? Wieso lacht Menzl?