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Fußball

Sturm Graz: Demütig auf der Erfolgswelle

Der 1:0-Heimsieg gegen WSG Tirol bedeutete für Sturm Graz den dritten Sieg innerhalb von acht Tagen.
Der 1:0-Heimsieg gegen WSG Tirol bedeutete für Sturm Graz den dritten Sieg innerhalb von acht Tagen.(c) GEPA pictures (GEPA pictures/ Hans Oberlaender)
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Trainer Christian Ilzer hauchte den Steirern Angriffslust ein.

Graz. Die Bilanz von Sturm Graz in den vergangenen Wochen kann sich sehen lassen. Fünf der vergangenen sechs Pflichtspiele wurden gewonnen, der 1:0-Heimsieg gegen WSG Tirol bedeutete den dritten Sieg innerhalb von acht Tagen. In der Bundesliga Rang vier gefestigt, im ÖFB-Cup ins Viertelfinale eingezogen – wenig Grund zur Klage für Trainer Christian Ilzer.

Dennoch gab sich der Steirer zurückhaltend. „Ergebnistechnisch ist es sehr schön, wir setzen uns immer besser oben fest. Aber ich schaue mir die Dinge an, wie sie sich entwickeln“, sagte der 43-Jährige. „Für mich ist es wichtig, einen klaren Blick auf das Ganze zu behalten. Es gibt viel zu tun.“

 

Blickrichtung nach oben

Tatsächlich lieferte Sturm gegen die WSG keine berauschende Leistung ab. Die Wende gelang dank zweier Joker – Otar Kiteishvili belebte das Offensivspiel und Bekim Balaj erzielte das Goldtor.

Wie ihr Trainer forderten auch die Sturm-Profis eine besonnene Reaktion auf die jüngsten Erfolge. Kapitän Stefan Hierländer betonte: „Das von mir viel strapazierte Wort 'Demut' müssen wir weiter leben. Wir haben noch nicht viel erreicht und müssen weiter arbeiten. Wir stehen gut da und dürfen uns das nicht vom Teller nehmen lassen“, forderte der Mittelfeldspieler. „Wir müssen auf dem Boden bleiben.“

Trotz aller Bescheidenheit ist aber auch die Erleichterung darüber zu spüren, dass nach dem völlig verpatzten Frühjahr eine deutliche Steigerung bemerkbar ist. „Das sind genau solche Wochen, die man braucht, besonders nach der letzten Meisterrunde“, erklärte Goalie Jörg Siebenhandl. Und Jakob Jantscher meinte: „Jetzt müssen wir dranbleiben.“ (red.)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 30.11.2020)