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Das Foto zum zweiten Lockdown von Stefanie Moshammer: „2021 voraus, 2020 am Rücken“ (Ausschnitt).
Künstlerzimmer

Junge Künstler über Corona: „Auch diese Zeit muss geschafft werden“

Jede Woche hat „Die Presse“ im ersten Lockdown dieselben drei jungen Wiener Kunstschaffenden nach ihrer Befindlichkeit befragt. Wie geht es ihnen jetzt?

Arthur Arbesser (37), Modeschöpfer, Mailand.
Dieses Telefonat hat seinen „Täglich grüßt das Murmeltier“-Moment. Aber diesmal ist es nicht frühlingshaft, sondern nebelig und dunkel, auch in Mailand. Richtig Spaß machen tut das nicht. Die Realität holt einen ein, drückt unterschwellig auf das Gemüt. Anders als in Österreich, wo der Sommer entspannter war, ist es hier nie normal geworden, seit damals etwa geht niemand ohne Maske auf die Straße. Alles wirkt humorlos, von Angst getrieben. Meine anfangs gehegte Hoffnung, dass aus der Krise etwas Positives entsteht, hege ich nicht mehr. Immerhin sind wir alle im Studio und können arbeiten, an der neuen Sommerkollektion, die im Februar herauskommen soll, ganz im Sinn der während der Coronazeit entstandenen „Rewiring Fashion“-Gruppe, zu der sich viele zusammengeschlossen haben, um das System nachhaltiger zu machen.