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Die Umbenennung

Nach Fugginger Vorbild plant auch die Regierung weitere Umbenennungen.

Es kam, wie es kommen musste. Nachdem das oberösterreichische Fucking beschlossen hatte, sich in Fugging umzubenennen, wurde das in der Vergangenheit oft gestohlene Ortsschild am Freitag erst recht wieder entwendet. Sozusagen als letzte, günstige Gelegenheit am Black Friday, an dem man mangels Geschäftsöffnung ohnedies nur wenige Schnäppchen mitnehmen konnte.

Ein Trio ließ sich aber nach dem Schilderklau von der Polizei erwischen. Den Tätern droht nun auch eine Anzeige wegen eines Verstoßes gegen die Coronaregeln. Dem Schild „Fucking“ darf man sich momentan nämlich nur mit einer einzelnen engen Bezugsperson, mit der man mehrfach wöchentlich physischen Kontakt hat, nähern.

Wer den Black Friday verpasst hat, muss aber nicht traurig sein. Diese Woche folgt schon der viel modernere Türkise Freitag mit weiteren tollen Angeboten. Dann gibt es zwei Pressekonferenzen zum Inhalt von einer. Bereits zu Wochenbeginn wartet der Cyber Monday mit tollen Aktionen auf. Gesundheitsminister Rudolf Anschober wird sich innerhalb von zwei Tweets drei Mal widersprechen, während er gleichzeitig mit vier Online-Grafiken jongliert.

Nach Fugginger Vorbild plant die Regierung auch weitere Umbenennungen: So werden alle Schulen künftig als „Skischule“ ausgeschildert, damit keinerlei Infektionsgefahr mehr besteht.

Reaktionen an: philipp.aichinger@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 30.11.2020)