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Halima Aden

Hidschab-Model beendet Karriere aus religiösen Gründen

(c) REUTERS (BRENDAN MCDERMID)
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Die 23-jährige Halima Aden sei viele Kompromisse eingegangen, die ihren Glauben kompromittiert hätten.

Mit 19 Jahren schaffte Halima Aden das, wovon viele junge Frauen träumen: Sie lief bei der New York Fashion Week über den Laufsteg. Und ihr Debüt schlug hohe Wellen. Denn Aden lief als Muslima mit Hidschab über den Catwalk. Weite Engagements für internationale Top-Labels folgten, selbst für die berühmte Bademodeausgabe des Magazins „Sport’s Illustrated“ wurde sie abgelichtet. Im Burkini versteht sich.

Doch nun will die mittlerweile 23-Jährige ihre Karriere an den Nagel hängen. Der Grund: Die Modeindustrie hätte sie dazu gebracht, gegen ihren Glauben zu handeln. Dies legt sie mit den Bildern zahlreicher Fotoshootings oder Red-Carpet-Auftritte dar. Sie habe versucht, dem Image von „Hot Hijabi“ gerecht zu werden und alle Möglichkeiten, die ihr angeboten wurden, wahrzunehmen. Dabei haben sie sich selbst verraten.

Sie sei viele Kompromisse eingegangen und habe sich oft unwohl gefühlt. Die viele Zeit, die sie durch das Coronavirus in diesem Jahr zu Hause verbrachte, habe sie zum Umdenken gebracht, schreibt sie. Ihre Mutter habe sie schon vor längerer Zeit gebeten, mit dem Modeln aufzuhören und ihr gesagt: „Deen before Duunya“, was so viel bedeutet wie Glaube vor dem Weltlichen. „Ich setzte mich für mich selbst ein, aber ich setze mich auch für all jene ein, die ihre Seele an die Mode verloren haben“, schreibt sie nun.

Ob Aden wirklich ganz mit dem Modeln aufhören möchte, ist unklar. Für Runway-Shows und Editorials, die ihren Hidschab nicht ganz abbilden, will sie jedenfalls nicht mehr arbeiten. Dabei erwähnte sie aber auch, dass es viele Marken gebe, die sich wirklich für Diversität einsetzen.

(chrile)