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American Football

Corona-Football: NFL-Team ohne Quarterback, Kickerin hilft in College-Liga aus

Sarah Fuller
Sarah Fullerimago images/UPI Photo
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Bei den Denver Broncos musste Receiver Kendall Hinton den positiv getesteten Spielmacher Jeff Driskel ersetzen. In der College-Liga schrieb Sarah Fuller Geschichte.

Das Topteam der National Conference in der NFL sind die New Orleans Saints, die mit den dezimierten Denver Broncos kein Mitleid hatten und 31:3 siegten. Weil Broncos-Quarterback Jeff Driskel positiv auf das Coronavirus getestet worden war, durften auch seine drei Kollegen wegen eines Treffens ohne Maske nicht antreten. Drew Lock entschuldigte sich, das Team muss laut Medienberichten 500.000 Dollar Strafe zahlen.

Die Broncos mussten Kendall Hinton kurzfristig zum Spielmacher umfunktionieren. Der Receiver hatte diese Position zuletzt im College gespielt und brachte in der ersten Hälfte keinen einzigen Pass zu seinen Mitspielern.

Aushilfs-Quarterback Kendall Hinton
Aushilfs-Quarterback Kendall HintonUSA TODAY Sports

21-Jährige schreibt in der College-Liga Geschichte

Ebenfalls durch Corona begünstigt, schrieb Sarah Fuller Football-Geschichte: Die 21-Jährige spielte als erste Frau in einer der Top-5-Ligen (Power Five) College-Football. Die Torhüterin des Fußballteams der Vanderbilt University, das den Meistertitel der Southwest Conference gewann, half als Kickerin aus.

"Der Fakt, dass ich all die Mädchen repräsentieren kann, die dies einmal tun wollten, ist einfach unglaublich", sagte Fuller, nachdem sie die zweiten Halbzeit mit ihrem einzigen Kick eröffnet hatte: "Ich hoffe, es bestärkt sie darin, aus sich herauszugehen und etwas Großes zu erreichen.“ Sie wolle einen guten Einfluss auf die jungen Mädchen haben, betonte sie. Ein deutliches Zeichen: Die Aufschrift auf ihrem Helm. "Play like a girl" - "spiele wie ein Mädchen" stand dort geschrieben.

Die Aufregung um Fuller war in der Woche vor ihrem Einsatz gigantisch. Dutzende Interviewanfragen gab es, der Hype in den Sozialen Medien steigerte sich täglich. Auf Twitter wuchs ihre Anhängerschaft von 200 Followern auf mehr als 36.000, einer ihrer Posts bei Instagram habe mehr als 234.000 Likes bekommen, schrieb ihre Universität.

Dabei war der Einsatz Fullers, die mit der Nummer 32 auflief, eigentlich gar nicht geplant gewesen. Nachdem allerdings mehrere Kicker in Corona-Quarantäne mussten, wurde aus dem Plan Wirklichkeit.

(red/APA)