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Sonderpreis Inklusion:

Klare und langfristige Strategie

Billa-Vorstand Harald Mießner, Schulungsteilnehmerin sowie Vanja Sehic-Gavrilovic, Leiterin des „Haus Aktiv“, bei der Präsentation des neuen Ausbildungsprojekts (v.l.)(C) Billa AG
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Der Sonderpreis für Top-Leistungen bei der Inklusion von Menschen mit Behinderung ins Berufsleben geht an die Billa AG für ihr nachhaltiges Diversity Management.

 

Billa kennt jeder! Das Unternehmen ist nicht nur eines der führenden Lebensmitteleinzelhandelsunternehmen Österreichs, sondern auch einer der größten Arbeitgeber des Landes. Weit weniger Menschen wissen aber, dass die Billa AG unter dem Motto „ZukunftVIELFALT“ einen Prozess eingeführt hat, der ganzheitliches Diversity Management nachhaltig sicherstellen soll.

Harald Mießner, für den Vertrieb zuständiger Vorstand bei Billa und Merkur Österreich: „Bei Billa und Merkur arbeiten über 30.000 unterschiedlichste Menschen mit verschiedenen Fähigkeiten und Stärken – auf diese Vielfalt sind wir sehr stolz. Unser Unternehmen lebt und profitiert auf mehreren Ebenen von der Diversität seiner Mitarbeitenden. Chancengleichheit für alle zu schaffen und damit auch die Inklusion von Menschen mit Behinderung auf dem Arbeitsmarkt voranzutreiben, ist uns ein großes Anliegen.“

Ein Anliegen, das überzeugt, vor allem wenn es um die Inklusion von Menschen mit Behinderungen geht. So zumindest das Urteil der zehnköpfigen Expertenjury der Essl Foundation, die einstimmig an die Billa AG den diesjährigen Sonderpreis Inklusion vergeben hat. Aus der Begründung der Jury: „Menschen mit Beeinträchtigung werden qualifiziert und in unterschiedlichen Unternehmensbereichen – auch an der Front zum Kunden – eingesetzt. Sehr glaubwürdig: Klare, langfristig ausgelegte Strategie & Konzept, um Menschen mit Beeinträchtigung anzustellen. Zusätzlich werden Sensibilisierungskurse für Führungskräfte angeboten.“

Jüngstes Beispiel ist ein im September mit „Haus Aktiv“ gestartetes Ausbildungsprojekt für künftige Kassierer/innen und Verkäufer/innen mit Behinderungen, das vom Sozialministerium unterstützt wird. In eigens geschaffenen Schulungsräumen mit Kassensystem und Verkaufsregalen bereiten sich die Teilnehmer und Teilnehmerinnen durch theoretisches und praktisches Training gezielt auf den Arbeitsalltag vor. Ziel der Kooperation ist es, jährlich bis zu zehn neue Teammitglieder in Billa- und Merkur-Filialen zu beschäftigen.

 

Viele integrative Lehrlinge

Auch in puncto Lehrlingsausbildung setzt das Unternehmen auf Inklusion. Seit Jahren gibt es zu diesem Thema eine Kooperation mit dem Verein T.I.W, der im Auftrag des Sozialministeriums jährlich mehr als 800 Jugendliche betreut. Aktuell beschäftigt die Unternehmensgruppe mehr als 230 integrative Lehrlinge.

Die Rewe Group in Österreich hat bereits im Jahr 2015 eine eigene „DisAbility Charta“ aufgesetzt, deren Leitsatz folgendermaßen lautet: „Wir integrieren Menschen mit Behinderung in allen Ebenen unseres unternehmerischen Handelns und übernehmen somit eine Vorbildfunktion für andere Unternehmen.“ Um dieses Bekenntnis auch nach außen sichtbar zu untermauern, wird bei Stellenanzeigen eigens angeführt, dass Bewerbungen von Menschen mit Behinderungen ausdrücklich erwünscht sind.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 01.12.2020)