Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Handel

Wie Österreich den internationalen Onlinehändlern die Stirn bieten will

Kaufhaus Österreich startet
Kaufhaus Österreich startet: Rot-weiß-rote Plattform für den heimischen Online-Handel(c) BMDW (Philipp Hartberger)
  • Drucken
  • Kommentieren

„Kaufhaus Österreich“ startet als regionale Onlineplattform. Der heimische Handel soll damit weiter digitalisiert werden.

Der aktuelle Lockdown stellt den stationären Handel im Coronajahr zum wiederholten mal vor große Herausforderungen. Gleichzeitig ist die Krise ein Katalysator für den Onlinehandel. Noch nie zuvor entstanden in Österreich so viele Onlineshops wie in diesem Jahr. Viele Händler versuchen, ihre Umsatzeinbußen aus dem stationären Handel im Internet ehestmöglich wettzumachen.

Bisher ist der Onlinehandel aber fest in der Hand internationaler Konzerne, allen voran Amazon. Insgesamt werden österreichweit jährlich mehr als sieben Milliarden Euro online umgesetzt. Nur ein Bruchteil davon fließt jedoch in die Kasse der heimischen Händler.

Schramböck: „Turboeffekt für heimischen Onlinehandel"

Das soll sich künftig ändern. Wirtschafts- und Digitalministerin Margarete Schramböck und WKÖ-Präsident Harald Mahrer präsentierten am Montag in einer gemeinsamen Pressekonferenz das „Kaufhaus Österreich“. Die neue „Metaplattform für rot-weiß-rote Onlinehändler“ solle künftig einen „Turboeffekt für den heimischen Onlinehandel auslösen“, so die Ministerin. Ziel sei es, die Onlinepräsenz der österreichischen Händler zu stärken und Regionalität mit dem Digitalen zu verbinden. „Man muss in der digitalen Einkaufswelt nicht unbedingt global unterwegs sein, sondern kann online auch bequem und regional einkaufen“, sagt WKÖ-Präsident Mahrer. Damit wolle man den heimischen Betrieben im anlaufenden Weihnachtsgeschäft auch digital einen Schwung mitgeben.

Die Plattform startete am Montag mit rund 1000 Anbietern und wird künftig sowohl kleinen Betrieben, als auch bestehenden Marktplätzen eine Bühne bieten. Wer auf der neuen Plattform bummeln möchte, kann sich mittels Geotracking zwar die Händler in der Umgebung anzeigen lassen.

Eingekauft werden kann auf der Plattform jedoch nicht. Für den Verkauf und die Zusendung der Produkte sind die verlinkten Händler selbst verantwortlich. Ob das neue Online-Kaufhaus so mit der Einfachheit von Amazon mithalten kann, ist fraglich.

(fre)