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Heuschreckenplagen sind in Ostafrika keine Seltenheit. Zunehmende Wetterextreme begünstigen aber Katastrophenjahre. Hier ein bild aus Nanyuki in Kenia im Februar 2020.
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Wetterextreme

Warum der Klimawandel Afrika noch härter trifft

Die Klimakrise gerät in Afrika immer mehr außer Kontrolle. Hitzewellen, Überschwemmungen und Starkregen treten häufiger und intensiver ein, zeigt ein wissenschaftlicher Bericht von Greenpeace.

Jedes Zehntel Grad Erderwärmung hat Auswirkungen auf Lebensräume, Wetter und dadurch ausgelöste Katastrophen. Die Heuschreckenplage, wie sie Ostafrika 2020 heimsuchte und die Ernährungsgrundlage in weiten Teilen der Region zerstörte, kann das Produkt des Klimawandels sein und auf die spezifische Wettersituation im Jahr davor zurückgeführt werden. Die Folge der Heuschreckenplage wiederum: Lebensmittelknappheit und Hunger. Doch die gefräßigen Insekten sind nur eines von vielen Beispielen. Ein aktueller wissenschaftlicher Bericht der Umweltschutzorganisation Greenpeace zeigt auf, wie extreme Wetterereignisse wie Hitzewellen, Überschwemmungen und Starkregen in vielen Teilen Afrikas immer intensiver, häufiger und schwerer ausfallen.

„Weathering the Storm“, also in etwa „dem Sturm trotzen“, ist die Überschrift des Berichts, der wissenschaftliche Daten über die Beziehung zwischen extremen Wetterereignissen und Klimakrise in Afrika zusammengetragen hat. Und er zeigt: Das Wetter in Subsahara-Afrika ist im 21. Jahrhundert extremer und unvorhersehbarer geworden. Und vor allem: die künftigen Durchschnittstemperaturen werden in Afrika voraussichtlich in allen Klimaszenarien schneller steigen als im globalen Durchschnitt. In den Jahren 1900 bis 2000 hat sich der Kontinent im Durchschnitt um 0,5 Grad Celsius erwärmt. Und doch sind die heißesten zehn Jahre in Afrika alle seit 2005 verzeichnet worden.