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Stiftungsrat

Steger über FPÖ-Wünsche im ORF: „Ich habe nichts Unanständiges getan"

SITZUNG ORF-STIFTUNGSRAT: WRABETZ / STEGER
Am Donnerstag treffen einander ORF-General Alexander Wrabetz (l.), Vorsitzender Norbert Steger (r.) und die anderen Stiftungsräte nicht im Plenarsaal (Bild), sondern via Skype.GEORG HOCHMUTH / APA / picturede
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Norbert Steger spricht über FPÖ-Personalwünsche und ortet den ORF schon im Wahlkampf. ÖVP-Rat Zach kritisiert die Neos und Hans Peter Haselsteiner.

Es wird eine umfangreiche Sitzung, die der ORF-Stiftungsrat am Donnerstag zu absolvieren hat. Via Skype werden die 35 Räte das ORF-Budget und die Unternehmensstrategie bis 2025 diskutieren. Auf den ersten Blick herrscht noch Frieden im obersten Aufsichtsgremium des ORF. Die Entscheidungen wurden im vorbereitenden Finanzausschuss einstimmig befürwortet. Unter anderem wird für 2020 trotz Corona mit einem besseren Ergebnis gerechnet als zunächst erwartet. Im Frühling 2021 dürfte der Ton rauer werden, denn im August steht die Bestellung eines Generaldirektors oder einer Generaldirektorin an – und es gilt, Kandidaten in Stellung zu bringen.

Einer kann das schon jetzt tun: „Momentan führt Alexander Wrabetz alles, als wäre Wahlkampf“, sagt Stiftungsratsvorsitzender Norbert Steger (FPÖ) zur „Presse“. Aber es ist auch gut möglich, dass die jüngste Veröffentlichung von SMS-Chats zwischen Steger und dem damaligen FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache aus 2019 dem nahenden ORF-Wahlkampf geschuldet ist. Sie deuten auf Postenbesetzungen hin, die zwischen der FPÖ und Generaldirektor Wrabetz vereinbart gewesen sein sollen – und an Steger herangetragen wurden. „Ich rede nicht regelmäßig mit den Parteien, aber mit dem Generaldirektor“, stellt Steger klar.