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Fahrbericht

Suzuki Swift Sport: Schnucki lässt es krachen

Großer Spaß für relativ kleines Geld: Suzuki Swift Sport um 23.990 Euro.
Großer Spaß für relativ kleines Geld: Suzuki Swift Sport um 23.990 Euro.(c) Die Presse/Clemens Fabry
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Geheimtipp im preiswerten Fach: Suzuki Swift Sport.

Wien. Ein kleines, lustiges, nicht teures und rundum solide gefertigtes Auto, was würden wir empfehlen? Nein, nicht den Mini, sondern Suzukis schnuckeligen Swift in Sport-Variante.

Auf weniger als vier Meter Länge sind fünf Sitzplätze (na ja, sagen wir vier unbeengte; die Türen hinten sind gut getarnt, aber vorhanden), eine hübsche Karosserie und wirklich erstaunliche Talente in der Sportwertung untergebracht. Letzteres liegt am Gewicht von nur 1021 Kilogramm, an Suzukis Expertise in Sachen hetziger Fahrwerksabstimmung und dem kräftigen 1,4-Liter-Turbomotor, der mit 129 PS ebenfalls ein günstiges Leistungsgewicht befördert. Auch das manuelle Schaltgetriebe mit seinen kurzen Wegen und schön knackiger Führung darf man dazuzählen – ein Rätsel, warum sich andere in dieser Disziplin gar so schwertun.

Die Presse/Clemens Fabry

Kaum Konkurrenz

Das alles läuft durchaus unter Geheimtipp, wenn man den Preis von 23.990 Euro – mit Metallic-Lackierung (390 Euro) und farblich abgesetzter Dachpartie (360 Euro) als einzigen Extras, alles an sinnvoller Ausstattung (beheizbare Sportsitze, adaptiver Tempomat, LED-Scheinwerfer, . . .) ist sonst schon an Bord – mit Swiftens Konkurrenten vergleicht. Von denen es eigentlich eh kaum ernsthafte gibt.

Neu am Swift Sport ist der Antriebsstrang, nun mit dem Prädikat Hybrid ausgestattet. Auch wenn es sich um eine milde Variante handelt, bei der ein 48-Volt-Startergenerator den sachten Zustupf übernimmt und eine Handvoll Batterie (acht Amperestunden) die Zwischenspeicherung. Aber immerhin, Bremsenergie geht durch Rekuperation nicht vollends in Wärme verloren, und der Generator, als E-Motor fungierend, steuert etwas Drehmoment bei, um das Turboloch unter 2000/min zu überbrücken und den Motor beim Segeln ohne Kraftstoffzufuhr im Leerlauf zu halten.

Die Presse/Clemens Fabry

Primärer Zweck des Ganzen ist Spritsparen, ein Wert von sechseinhalb Liter/100 km war unser Resultat, was es, obwohl in beide Richtungen verhandelbar, ungefähr treffen sollte.

Dass der Turbo-Vierzylinder durch die softe Hybridisierung elf PS eingebüßt hat, war nicht wirklich zu spüren, ebenso wie der Beitrag des 10-kW-Generators am Vortrieb. Sichtbarster Effekt ist wohl die Verminderung der NoVA auf zwei Prozent.

Die Presse/Clemens Fabry

Ein ernstes Wort ist in Sachen Assistenzsystem zu reden: Was DSBS heißt, soll Kollisionen vermeiden, zuerst durch aufgeregtes Piepsen, dann durch aktive Bremseingriffe – und löst doch nichts als Fehlalarme aus. Kaum eine Fahrt mit anderen Autos im Umfeld, bei der man nicht geschreckt wird, im schlimmsten Fall sogar durch ein ungefragtes, eigenmächtiges Bremsmanöver. Das gehört dringend nachgebessert. (tiv)

Compliance-Hinweis: Die Reisen zu Produktpräsentationen wurden von den Herstellern unterstützt. Testfahrzeuge wurden kostenfrei zur Verfügung gestellt.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 04.12.2020)