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Ein Held ist, wer gerade nicht als Held auftritt

Experten diskutierten Herausforderungen der Kooperation über Distanz.

Die Zusammenarbeit über Distanz verlange von Führungskräften wahrscheinlich gar keine neuen Fähigkeiten, aber eine neue Priorisierung. Neben den fachlichen seien vor allem soziale Fähigkeiten gefragt: zuzuhören, Interesse an anderen Meinungen zu zeigen und nicht für sich in Anspruch zu nehmen, der allwissende Held zu sein. Denn „die aktuelle Situation ist für alle neu“, sagte Sabine Aigner (Spencer Stuart) bei der Auftaktveranstaltung des Living Innovation Dialogue zum Thema „Challenges in Remote Working“. Sie war wie Jan Hickisch (Unify) und Stefan Schennach (Mitglied des Europarats) bei André Martinuzzi (Institut für Nachhaltigkeitsmanagement, WU Wien) zu Gast.

Daneben sei Vertrauen der wichtigste Faktor für effektive Zusammenarbeit über Distanz. Zwar lasse sich auf technischem Weg längst genau feststellen, wer was wie lang im Home-Office arbeite oder eben nicht, doch diese Art der Kontrolle sei dem Vertrauen kaum förderlich. Wirksame Führung ohne physische Präsenz binde Mitarbeiter über Themen ein.

Und noch ein anderer – paradox klingender – Gedanke wurde aufgeworfen: Die Maskenpflicht demaskiert Mitarbeiter und vor allem Führungskräfte. Denn an ihrem Verhalten zeige sich nun ihr wahres Gesicht. (red.)


[QZL7S]

("Die Presse", Print-Ausgabe, 05.12.2020)