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Lieblingsbücher

Welche Romane 2020 begeistert haben

Von Familienromanen, Dorf-Krimis de luxe und Gesellschaftsporträts: Welche Bücher die Rezensenten der "Presse" in diesem Jahr begeistert haben. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Heilbronn, Fußball und ein erzwungener Neuanfang

So rasch platzen Träume: Da fährt Kemal, die Hauptfigur in Cihan Acars Debütroman „Hawaii“, mit einem Kollegen um die Wette - „dein Jaguar hat gegen meinen Porsche keine Chance“, hat er gesagt - und schon ist es mit der Karriere im Fußball vorbei: Der linke Fuß zertrümmert, keine Chance auf vollständige Genesung. Kemal landet, arbeitslos, in seiner Heimatstadt Heilbronn - und wir mit ihm. Und was wir da alles zu sehen bekommen, während Kemal sich durch die Gassen und Straßen treiben lässt! Wettbüros und Dönerbuden, verrammelte Kaufhäuser und schicke Clubs, noble Ecken und das berüchtigte, von einer starken türkischen Community bewohnte Hawaii. Cihan Acar erzählt die heiter-melancholische Geschichte eines erzwungenen Neuanfangs - und dazu die faszinierende Geschichte einer nur scheinbar gar nicht so faszinierenden Stadt.     (best)

Cihan Acar: „Hawaii“. Hanser Berlin, 256 Seiten, 22,70 Euro.

Zwischen Psycho-Thriller und Dorf-Krimi de luxe

Wann immer sich der norwegische Bestseller-Autor Jo Nesbø eine Auszeit von seinem Serienhelden Harry Hole nimmt, kommt Gutes dabei heraus. Wie schon in „Headhunter“ schafft Nesbø mit „Ihr Königreich“ ein bemerkenswertes Stand-Alone: eine Mischung aus Psycho-Thriller, Sozialstudie und Dorf-Krimi de luxe. Roy Opgard bewirtschaftet nach dem mysteriösen Tod der Eltern allein den Berghof am Rand des kleinen Ortes Os. Dann kehrt sein Bruder Carl überraschend aus Kanada zurück, mit neuer Frau und großen Plänen. Diese Wiederkehr bringt viele Leben in Os durcheinander und legt sorgsam gehütete Geheimnisse frei. Nesbø bevölkert „Ihr Königreich“ mit seinen unnachahmlich, vielfach gebrochenen Männerfiguren und lässt sie einen spannenden, beinharten Überlebenskampf bis zum bitteren Ende austragen.          (DO)

Jo Nesbø: Ihr Königreich. Übersetzt von Günther Frauenlob, Ullstein Verlag, 592 Seiten, 25,70 Euro.

Von Husseins und Hoffnung

So sehr fühlen sich manche Menschen von den Maßnahmen zur Eindämmung der Coronapandemie eingeschränkt, dass sie gar von einer „Coronadiktatur“ sprechen. Wer wissen will, wie es sich in einer Diktatur tatsächlich lebt, der lese Abbas Khiders jüngsten Roman. Shams Hussein sitzt im Gefängnis. Dort hingebracht hat ihn ein anderer Hussein: Saddam. In Rückblenden erzählt Shams seine Geschichte. Aufgewachsen in einem Dorf im Süden des Irak müssen er und die Familie Hab und Gut hinter sich lassen und in die Hauptstadt übersiedeln. Dort wohnen sie zuerst bei Verwandten in der öden Satellitenstadt, die Saddam Hussein hat errichten lassen. Später bleibt ihnen nichts anderes übrig, als in die Slums zu ziehen, deren Elendshütten aus Müll errichtet werden. Shams flüchtet aus der tristen Realität durch die Literatur. Aus Büchern bauen er und seine Freunde sich den „Palast der Miserablen“. Abbas Khider wurde selbst als 19-Jähriger verhaftet, konnte fliehen und wurde in Deutschland aufgenommen. „Palast der Miserablen“ geht nahe. Besonders, weil er zeigt, wie Menschen selbst in aussichtsloser Lage ihr Leben mit Hoffnung und Sinn erfüllen können – wenn sie es denn können.     (cle)

Abbas Khider: „Palast der Miserablen“. Hanser Verlag, 320 Seiten, 23,70 Euro

Klingonisch lernen mit Clemens Setz

In die wahrhaft abenteuerliche Welt der Plansprachen, der erfundenen Sprachen, führt uns der österreichische Autor Clemens Setz in seinem neuen Buch „Die Bienen und das Unsichtbare“. Es erzählt die meist sehr ungewöhnlichen Lebensgeschichten ihrer Pioniere und führt mit stupender Kenntnis und dem Blick des Künstlers in die Eigentümlichkeiten verschiedenster Plansprachen ein. Es ist auch die autobiografische Geschichte einer Obsession, hat etwas von einem Blog oder Tumblr, von einer erzählten Anthologie – kurz, es sprengt alle Genres. Mit Setz lernen wir Poesie in Volapük kennen und nobelpreiswürdige Literatur in Esperanto. Und wir lernen, dass Spracherfindung, wie eine „Zauberzutat“, Menschen aus tiefen Lebenskrisen heraushelfen kann. (sim)

Clemens J. Setz: Die Bienen und das Unsichtbare. Suhrkamp, 416 Seiten. 24,70 Euro.

Das Nirgendwo ist kein idyllischer Ort

Garry Dishers Kriminalroman "Hope Hill Drive" nimmt nur langsam Fahrt auf, so als hätte er sich an die Umgebung seiner Hauptfigur angepasst. Denn Polizist Paul Hirschhausen fristet in der Kleinstadt Tiverton ein beschauliches Dasein. Doch spätestens als ein Massaker an Pferden die Einwohner erschüttert, wird klar, dass auch das Nirgendwo kein idyllischer Ort ist. Der Autor beweist, dass es keine mit Action vollgepackte Handlung braucht, um Spannung zu erzeugen. Diese entsteht subtil, durch alltägliche Schilderungen und das Zusammenspiel der Charaktere. Mit anderen Worten: Disher seziert gekonnt das rurale Leben.    (hub)

Garry Disher: „Hope Hill Drive“. Übersetzt von Peter Torberg, Unionsverlag, 334 Seiten, 22,70 Euro.

Wenderoman mit ostdeutschen Hausbesetzern und Ziegen


Carl Bischoff, Ende zwanzig, fühlt sich zum Dichter berufen. Mehr als die Wende erschüttert ihn, wie seine Eltern auf den Umsturz reagieren. Sie teilen ihm mit, dass sie umgehend ihr Glück in Westdeutschland suchen wollen. Lutz Seiler ist ein Meister darin, skurrile Episoden aus diesem Flüchtlingsleben aneinanderzureihen und damit sowohl Carls wild entschlossene Eltern als auch den saturierten Lebensstil des Westens zu charakterisieren. „Stern 111“ (der Titel bezieht sich auf ein beliebtes DDR-Reiseradiogerät) steigt in die tiefsten Kellergewölbe des Jahres 1990/91 hinab, wo nicht nur Menschen hausen, sondern auch Ziegen, deren Milch als Cocktail-Beigabe stark nachgefragt ist und eine Hülle und Fülle aberwitziger Episoden ausbreitet. Eine große Reise, die viel über Freiheitsliebe und Freiheitsverlust zu sagen hat.

Lutz Seiler: „Stern 111“. Suhrkamp Verlag, 528 Seiten, 24 Euro.

Wie der 9/11 alle Gewissheiten infrage stellte

Die Akhtars, ein Ärzteehepaar, haben es in ihrer Jagd nach dem American Dream fast geschafft. Wenn auch nicht ohne Abgründe. Der Vater, ein anerkannter Kardiologe mit eigener Praxis, beseelt vom Wunsch, „dazuzugehören“, störrisch und geschlagen mit Spielsucht; die Mutter, zunehmend entfremdet, zerrissen, geplagt von der Sehnsucht nach der alten Heimat; der Sohn, Student an einem renommierten College mit hochfliegenden schriftstellerischen Ambitionen. Und dann tritt 1993 wie eine Eruption Donald Trump ins Leben des Vaters als Patient mit akutem Herzleiden. Was ist Realität, was Fiktion? Das fragen sich die Leser bei der Lektüre der „Homeland Elegien“, bei den amüsanten, tragikomischen, berührenden, schockierenden Episoden, die Pulitzerpreisträger Ayad Akhtar zu einem Ganzen zusammengefügt hat. Kein Stückwerk, sondern ein komplexes Panorama. Schriftstellerbiografie, Groteske, Analyse.  (vier)

Ayad Akhtar: Homeland Elegien. Übersetzt von Dirk van Gunsteren. Claassen, 459 Seiten, 24,90 Euro.

Kurzgeschichten um Eifersucht, Oboen, Intimes oder Kühe

Durch die Übersetzungen des steirischen Dichters Klaus Hoffer sind die fabelhaften Kurzgeschichten der Amerikanerin Lydia Davis hierzulande bereits recht bekannt. Als bisheriger Schlussstein ihrer „Collected Stories“ wurde heuer ein Band auf Deutsch herausgegeben, der bereits 1986 auf Englisch als „Break It Down“ erschienen war: „Es ist wie’s ist“ (Droschl)  beweist, wie raffiniert diese Meisterin der Sprache aus Massachusetts bereits in ihrem Frühwerk erzählte. Wenige Seiten genügen jeweils, um zum Beispiel alles über eine Affäre zu erfahren, was man wirklich wissen will. Davis schreibt pointiert, braucht aber nicht immer eine Pointe. Es geht um Eifersucht, Oboen, Intimes oder Kühe. Sogar ein Happen Französischunterricht wird geboten. Nichts Menschliches ist dieser Literatin fremd.      (norb)

Lydia Davis: „Es ist wie’s ist“. Übersetzt von Klaus Hoffer. Droschl, 176 Seiten, 22 Euro.

Die Nacht des Jägers

Eines der literarischen Markenzeichen im Jahr 2020 war der Auftritt der starken Mädchen. Die belgische Autorin Adeline Dieudonné schuf mit der namenlosen Ich-Erzählerin in „Das wirkliche Leben“ eines der beeindruckendsten davon. Das zu Beginn des Romans zehnjährige Mädchen lebt mit ihrem jüngeren Bruder Gilles, ihrer schweigend leidenden Mutter und ihrem tyrannischen Vater in einer Reihenhaussiedlung. Der Vater terrorisiert die Familie mit seinen Wutausbrüchen und seinem Jagdfaible, mit dem er auch den durch einen Vorfall traumatisierten Bruder zunehmend ansteckt. Je älter und je fraulicher das Mädchen wird, umso mehr gerät es ins Visier der Jäger – im wahren Sinn des Worts. Und ab dann gilt: Wer nicht sterben will, muss töten. Ein packendes Stück Literatur.         (DO)

Adeline Dieudonné: Das wirkliche Leben. Übersetzt von Sina de Malafosse, dtv, 240 Seiten, 18,50 Euro

Was geschah da auf der Klassenfahrt?

"Hast du was gehört von der b?" "Wieso gehört? Was ist denn passiert, ist was passiert?" "Auf der Klassenfahrt." "Ich hab gehört, dass die jetzt alle verwarnt sind." "Wie, verwarnt?" "Eine ganze Klasse?“ So beginnt das schmale Büchlein „Sankt Irgendwas" - und ja, es ist ein Jugendroman. Tamara Bach erzählt darin, wie 28 Schüler sich gegen einen Lehrer wenden und, viel wichtiger, zu einer Klasse werden. Die präzisen Beobachtungen in schnörkellosem Stil können auch jeden Erwachsenen in seinen Bann ziehen, der nochmal wissen will, wie das so war mit 16. Ein oft witziges und sehr berührendes Buch.    (rovi)

Tamara Bach: "Sankt Irgendwas". Carlsen Verlag, 128 Seiten, 13 Euro. Alter: Ab 14 Jahren.

Ist sie Kurdin, ist sie Deutsche?

Die junge Leyla wächst hin- und hergerissen zwischen zwei Kulturen, der deutschen und der kurdischen, in Deutschland auf. Während sie versucht, einen für sie passenden Lebensweg zu finden, erinnert sie ihr Vater fortwährend an ihre Wurzeln – was sie Suche für sie umso schwieriger macht. Als in Syrien die Revolution ausbricht und auch ihre Herkunftsfamilie im irakischen Kurdistan von den Umstürzen betroffen ist, scheint Leyla für sich eine Entscheidung getroffen zu haben. Ein realistischer, zum Nachdenken anregender Roman der jungen deutschen Autorin Ronya Othmann, in dem sie die Themen Migration, ethnische Herkunft und Heimat überzeugend verhandelt.    (AB)

Ronya Othmann: „Die Sommer“. Hanser Verlag, 284 Seiten, 22,70 Euro.

Das Verschwinden eines Staates und seine Folgen

„Seid ihr Serben oder Kroaten?“ Vor Titos Tod (1980) war das in Jugoslawien keine sinnvolle Frage. Jetzt aber, während der Sezessionskriege in den 1990er-Jahren, ist das plötzlich ein Thema. Die 1976 in Wien geborene Sandra Gugić hat einen „Gastarbeiterroman“ geschrieben, der die Probleme der Auswanderer-Kinder präzise beschreibt. Bricht die Protagonistin des Romans aus der Anpassungsmanie ihrer Eltern an die Gesellschaft des Gastlandes in die Punk-Szene aus, so macht sich der von ihr geliebte Bruder auf die Suche nach seinen Wurzeln. Auf je verschiedene Weise kommen beide mit ihrer Heimatlosigkeit schlecht zurecht. Mit „Zorn und Stille“ ist der Autorin serbischer Herkunft ein beeindruckender Familienroman über die Orientierungslosigkeit und Sehnsüchte von Einwandererkindern gelungen, der bis zur letzten Seite fesselt.    (hak)

Sandra Gugić: Zorn und Stille, Hoffmann und Campe Verlag, 240 Seiten, 24,70 €

Mord mit Weinflasche

Der Brite Anthony Horowitz lässt zum zweiten Mal seine verschlossenen Detektiv Hawthorne ermitteln: Im neuen Fall "Mord in Highgate" wird ein prominenter Scheidungsanwalt in London mit einer teuren Weinflasche ermordet. Autor Horowitz selbst schleicht sich wieder als Ich-Erzähler und eher unbegabter Sidekick des seltsamen Detektivs ein: Als eine Art moderenes Sherlock-Holmes und-Doktor-Watson-Duo versuchen die beiden den Fall zu lösen, der Autor spielt dabei in diesem Whodunnit geschickt mit diversen Krimi-Klischees. Clever konstruiert und so spanned wie amüsant. (mpm)


Anthony Horowitz: „Mord in Highgate“. Übersetzt v. Lutz-W. Wolff, Insel, 344 Seiten, 22,70 Euro

 

Noch mehr Thomas Cromwell

Im Krisenjahr 2020 hat die britische Autorin Hilary Mantel mit „Spiegel und Licht“ den abschließenden dritten Teil über das Geschehen am Hofe Heinrichs VIII. vollendet. Acht Jahre mussten ihre Leser nach „Wölfe“ (2010) und „Falken“ (2012) auf den Schlussband warten. Die Trilogie ist ein großer Wurf geworden. Auf fast 3000 Seiten kann man das Geschehen in der frühen Tudorzeit aus der Perspektive von Heinrichs Berater Thomas Cromwell (1485 – 1540) verfolgen. Hautnah wird die facettenreiche Geschichte eines Aufsteigers erlebt, der es bis in höchste Ämter schaffte, den am Ende aber ein Schicksal erwartete, das vielen unter Heinrich blühte. Mantels kenntnis- und facettenreiches Buch bereichert den historischen Roman ungemein. (norb)

Hilary Mantel: „Spiegel und Licht“. Übersetzt von Werner Löcher-Lawrence. Dumont, 1200 Seiten, 32 Euro.

Fassaden bröckeln wie alte Grabsteine

Vier Menschen auf dem Friedhof: Neben der titelgebenden Karline Regenbein sind das ein Galerist, eine Kunstprofessorin und die Witwe eines Unternehmers und Kunstmäzens. Das Leben hat die vier schon vorher verknüpft, jetzt verbindet sie die Grabpflege für ihre verstorbenen Partner. Stetig schiebt Kerstin Hensel den Trauerflor zur Seite und lässt die Leser hinter die Kulissen blicken: kaputte Ehen, Menschen, die unter stetigem Vorangehen das Ziel verloren haben. Sie lässt ihre Protagonisten nicht mit einem Knall einstürzen, die Fassaden bröckeln langsam und wittern vor sich hin wie alte Grabsteine. Dazwischen schimmern Regenbeins Farben.  (cle)

Kerstin Hensel: „Regenbeins Farben“. Luchterhand, 256 Seiten, 18,50 Euro.

Ins Denken eines Weltgewandten

Der jugoslawische Schriftsteller Ivo Andric (1892 – 1975) hat zu Recht 1961 den Nobelpreis für Literatur erhalten. Seine von 1945 bis 1958 veröffentlichte „Bosnische Trilogie“ („Die Brücke über die Drina“, „Wesire und Konsuln“,  „Das Fräulein“) strotz von epischer Kraft. Nun sind philosophische Brosamen dieses Autors auf Deutsch erschienen, ausgewählt und übersetzt von Michael Martens, der im Vorjahr dessen Biografie („Im Brand der Welten“) veröffentlichte: „Insomnia. Nachgedanken“ (Zsolnay) enthält Notizen, die Andric im Laufe von sechs Jahrzehnten gemacht hat - sensible Beobachtungen in dunklen Stunden, erhellende Aphorismen. Ungeschützt stellt er Selbstbetrachtungen an, schreibt Träume auf, skizziert Porträts. Ein sehr persönlicher Zugang zum Denken eines Weltgewandten.  (norb)

Ivo Andrić: "Insomnia: Nachtgedanken". Hrsg. und aus dem Serbokroatischen von Michael Martens. Zsolnay Verlag, 186 Seiten, 20,60 Euro.


Inniges Porträt einer österreichischen Familie

Monika Helfer, Schriftstellerin aus Vorarlberg, hat ein Buch über ihre Familie geschrieben: Über ihre Großmutter, die Wunderschöne. Über ihren Großvater, den Schweigsamen. Über ihre Onkel und Tanten, deren seltsame, oft traurige Schicksale eigene Romane wert wären. Und ihre Mutter, die keinen festen Platz auf dieser Erde fand, die im Reich der Bücher lebte und früh starb. „Die Bagage“ hat sie diesen Roman über das Leben am Rand des Dorfs genannt – es geht nicht um wohlsituierte Bürger, angesehene Bauern, Wirtsleute. Sondern um die, die auf der Schattenseite zu Hause sind, dort, wo der Boden am billigsten war. Das Porträt ist trotzdem in hellen Farben gezeichnet. (best)

Monika Helfer: „Die Bagage“. Hanser, 160 Seiten, 19,90 Euro