Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Schnellauswahl
Musik

Pianist Mathias Rüegg: Streitbarer Hungerkünstler

40 Tage lang zog sich Rüegg im Lockdown zur selben Zeit zum Komponieren zurück.
40 Tage lang zog sich Rüegg im Lockdown zur selben Zeit zum Komponieren zurück.Katharina F.-Roßboth
  • Drucken
  • Kommentieren

Mathias Rüegg stellt nun sein im ersten Lockdown komponiertes Werk „Solitude Diaries“ vor. Mit auf der Bühne: Die 12-jährige Pianistin Soley Blümel.

Eine erotische Beziehung zum Essen hatte der Pianist und ehemalige Leiter des Vienna Art Orchestra wohl nie. Aber dieser Tage ist er noch hagerer als sonst.

„Ich habe wieder das Gewicht, das ich als 18-Jähriger hatte“, jubiliert er zu Beginn des Gesprächs. Rüeggs bevorzugte Form von Hedonismus war aber immer schon die Musik. Der 1952 in Zürich geborene Musiker hat den Aufbruch der 68er-Generation hautnah miterlebt. Damals wehten überall die Flaggen der Freiheit.

Um so erstaunlicher ist die Methode, mit der Rüegg sein jüngstes Werk „Solitude Diaries“ angegangen ist. Angestoßen durch den harten Lockdown im März, hat sich der weltläufige Künstler ein hartes Regime verordnet. 40 Tage lang zog er sich zur selben Stunde zum Komponieren zurück.