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Bericht

Die Modeindustrie im Jahr 2021

(c) REUTERS (ALESSANDRO GAROFALO)
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Wird sich die Wirtschaft schneller, oder langsamer erholen? Das nächste Jahr wirft viele Fragen auf. Neue Strategien und Flexibilität sind gefragt.

Wie ist es um die Modewelt im Jahr 2021 bestellt?
Zum fünften Mal wagt das Branchenportal "Business of Fashion" zusammen mit McKinsey & Company im State of the Fashion Bericht einen Blick in die Zukunft.

Die Coronavirus-Pandemie im Jahr 2020 hat die Welt in ihren Grundfesten erschüttert und nahezu alle Bereiche des Lebens verändert. Das gilt auch für die Modeindustrie. Wenn es nach der Analyse von McKinsey Global und dem Fashion Index geht, dann gab es einen Rückgang des Wirtschaftsgewinns um 90 Prozent, nachdem man 2019 noch ein Plus von vier Prozent verzeichnen konnte.

Für das Jahr 2021 hat der State of the Fashon Report zwei Szenarien ausgemacht, die möglich sind. Die erste, weitaus optimistischere Variante ist das "Earlier Recovery"-Szenario. Dieses besagt, dass die weltweiten Modeverkäufe zwischen 0 und 5 Prozent im Vergleich zum Jahr 2019 sinken werden. Voraussetzung ist eine schnelle Eindämmung des Virus und eine schnelle wirtschaftliche Erholung. In diesem Szenario würde die Branche im dritten Quartal 2022 auf das Aktivitätsniveau von 2019 zurückkehren.

Die zweite Variante ist etwas vorsichtiger in den Berechnungen. Im "Late Recovery"-Szenario würde das Umsatzwachstum im kommenden Jahr im Vergleich zu 2019 um 10 bis 15 Prozent sinken. Damit würde das Einkaufsniveau erst im vierten Quartal 2023 auf das Niveau von 2019 zurückkehren.

Egal, welches Szenario sich bewahrheiten wird, das nächste Jahr wird sehr herausfordernd. Modeunternehmen müssen ihre Strategien individuell anpassen und Chancen erkennen: "Die wichtigsten Prinzipien um den Veränderungen standzuhalten sind Flexibilität, Agilität und betriebliche Belastbarkeit - eine wichtige Fähigkeit in einem unsicheren Umfeld", heißt es dazu im Bericht.

Mit neuen Strategien gegen die Krise

Dabei habe die Pandemie viele Trends beschleunigt, die schon vor der Krise zu beobachten waren. Dazu zählen etwa eine erhöhter digitaler Konsum, aber auch das Bewusstsein für Fairness und soziale Gerechtigkeit bei den Verbrauchern.

Ziel sei es in einem gestörten Umfeld neuartige Strategien für Produkte zu entwickeln, die auf Rentabilität, Wert und Einfachheit ausgelegt sind. So sei es etwa besser, sich auf kleinere Kollektionen zu konzentrieren, anstatt auf Mengen und Preisnachlässe, heißt es weiter. Außerdem sollen die einzelnen Filialen nach ihre Return of Investment bewertet werden, damit auch der physische Einzelhandel konkurrenzfähig bleibe.

Da die Lieferketten durch die Pandemie unter Druck geraten, solle die schon längst überfällige Umstellung auf ein nachfrageorientiertes Modell umgesetzt werden. Die richtige Auswahl der Lieferanten werde in Krisenzeiten immer wichtiger, sie sorge für Stabilität, Glaubwürdigkeit, aber auch ethischer Verpflichtung.

>>> „Business of Fashion"

(chrile)