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Massentests

Jeder zweite positive Antigentest in Wien war falsch positiv

CORONA: BEGINN DER MASSENTESTS IN WIEN
Massentests in der Stadthalle in Wien.APA/GEORG HOCHMUTH
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106 Antigentests zeigten an den ersten beiden Tagen der Wiener Massentests eine Infektion an. Bei 61 davon wurde das Ergebnis nicht bestätigt.

Bei den seit Freitag (und bis 13. Dezember, Anm.) laufenden Coronavirus-Massentests in Wien wurde nun erstmals erhoben, wie viele der positiven Schnelltests eine falsche Diagnose ergeben haben. Es waren dies mehr als die Hälfte, berichtete ein Sprecher von Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) am Mittwoch. An den ersten beiden Tagen war bei insgesamt 106 Antigentests eine Infektion diagnostiziert worden.

Bei der darauffolgenden Überprüfung mittels PCR-Test stellte sich jedoch heraus, dass 61 davon negativ und nur 45 positiv waren. Die Ergebnisse der PCR-Tests liegen für die ersten beiden Tage schon alle vor. Laut dem Sprecher betrug in diesem Zeitraum die Falsch-Positiv-Rate bezogen auf die Gesamtzahl aller Testungen rund 0,14 Prozent. Die Positivrate an den ersten beiden Tagen betrug insgesamt rund 0,2 Prozent.

Am Freitag, dem ersten Tag der Massentests, hatten sich rund 24.000 Menschen in Wien angemeldet. Am Tag darauf wurden an den Standorten Stadthalle, Messe Wien und Marx-Halle rund 21.000 Tests durchgeführt.

Aktuell - also mit Stand Mittwoch mittags - sind an den drei Massentest-Standorten in Wien bisher 113.637 Menschen untersucht worden. 669 Personen absolvierten noch direkt in den Teststraßen einen von den Wiener Gesundheitsbehörden angebotenen PCR-Test. Diese sind jedoch noch nicht vollständig ausgewertet. Der Trend, dass der größere Teil der Betroffenen tatsächlich gar nicht infiziert war, dürfte sich laut ersten Daten jedoch bestätigen.

2000 von 566.000 positiv

In ganz Österreich nahmen bisher 566.000 Menschen an den  Massentests teil, dabei wurden rund 2000 Neuinfizierte (mit PCR-Tests) festgestellt. Die Bundesregierung hat am Mittwoch eindringlich an die Bevölkerung appelliert, das Angebot der Corona-Massentests stärker in Anspruch zu nehmen. Auch wenn der harte Lockdown gewirkt habe, seien die Infektionszahlen in Österreich weiterhin "extrem zu hoch", sagte Gesundheitsminister Rudolf Anschober nach dem Ministerrat.

Die Massentests seien ein guter Indikator. Dennoch sah Anschober bei der Teilnahme eine "deutliche Optimierungsnotwendigkeit". Alles sei dort perfekt organisiert, "das muss es uns doch eine halbe Stunde wert sein". Denn: "Jeder einzelne, der hingeht, ist ein Beitrag."

(APA)