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Kritik an Fekter: "Dämonisierung von Muslimen"

Aussage Fekters eine Daemonisierung
(c) Reuters (Stringer)
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Die Islamische Glaubensgemeinschaft kritisiert die Aussage von Innenministerin Fekter, Toleranz sei "ein absolutes No-Go im Islam". Die Glaubensgemeinschaft fordert eine Neuinterpretation des "gemäßigten Islam".

Die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGiÖ) kritisiert die jüngsten Aussagen von VP-Innenministerin Maria Fekter zum Islam. Fekter spreche Muslimen "in Bausch und Bogen" Toleranz ab, hieß es am Montag in einer Aussendung.

Mit den Worten „Toleranz ist ein absolutes No-Go im Islam“ hatte die Innenministerin am Freitag am Rande der Jubiläumstagung des „Forum Salzburg“ für Aufregung gesorgt. Die IGGiÖ kritisierte, dass eine solche Aussage den „Gemäßigten“ ihren religiösen Boden nehme und lediglich die „Dämonisierung von Muslimen“ fördere.

„Gemäßigter Islam“

Die Innenministerin hatte auch erklärt, dass es wichtig ist, die gemäßigten Gruppen des Islam in Österreich zu stärken. Die IGGiÖ meinte dazu, dass „gemäßigter Islam“ in Österreich schnell mit Menschen assoziiert werde, die den Islam nicht so genau nehmen würden und nur dadurch „gute“ Muslime seien.

Die Glaubensgemeinschaft betonte, dass gerade bei den „gemäßigten Gruppen“ diejenigen eingeschlossen werden müssten, die die Religion auch praktizieren. Denn man brauche Muslime als Vorbilder, die ihren Glaubensgeschwistern glaubwürdig aufzeigten, dass es absolut vereinbar sei, sich gleichzeitig als Muslim und Österreicher zu begreifen.

(APA)