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Fußball-Europacup

Rapid scheidet nach 2:2 gegen Molde aus Europa League aus

Rapid gegen Molde
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Die Hütteldorfer verpassten den Aufstieg letztlich klar. Sie kassierten in beiden Halbzeiten früh ein Gegentor, konnten zweimal nur noch ausgleichen.

Wien. Rapid hat sich am Donnerstag aus der Europa League verabschiedet. Das 2:2 gegen Molde bedeutete Platz drei in der Tabelle hinter Arsenal und den Norwegern und damit das Aus nach der Gruppenphase. Für die Gäste traf Kapitän Magnus Wolff Eikrem jeweils früh in beiden Halbzeiten (12., 46.), den Hütteldorfern gelang durch Marcel Ritzmaier (43.) und Melih Ibrahimoglu (91.) zweimal der Ausgleich.

„Vor allem in den ersten 25 Minuten waren wir nicht existent. Wir haben das nicht so gemacht, wie wir das machen können, deshalb sind wir zurecht ausgeschieden.“, resümierte Rapid-Trainer Dietmar Kühbauer. „International musst du immer am höchsten Niveau spielen, physisch und psychisch. So wie gegen Molde reicht es international nicht aus, du brauchst noch einen Tick mehr als in Österreich.“

Die grün-weiße Rechnung war vor Anpfiff eine einfache gewesen: Ein Sieg musste her, bei einem 1:0 würde nach dem 0:1 im Hinspiel das bessere Torverhältnis gegenüber Molde den Aufstieg bringen, jeder Erfolg mit zwei Treffern Unterschied würde Rapid dank des gewonnen direkten Duells den Aufstieg bringen. „Man darf sie nicht ins Spiel kommen lassen. Wir brauchen spielerische Präsenz“, erklärte Kühbauer vor der Partie. Denn Molde hatte schon im Hinspiel gezeigt, dass es sich nicht auf klassisch skandinavische Tugenden wie Kampf und Physis verlässt, sondern durchaus die feine Klinge beherrscht.

Seit Ende September haben die Norweger nur zwei Spiele verloren, jene gegen Gruppensieger Arsenal, und ihre Spielfreude zeigten sie auch im Allianz Stadion, wo sie offensichtlich nicht abwarten, sondern selbst die Entscheidung herbei führen wollten.

Der frühe Worst Case

Den ersten Warnschuss des spielstarken Eikrem konnte Rapid-Torhüter Paul Gartler noch parieren (4.), wenig später trat der Worst Case für die Hütteldorfer ein. Wieder einmal gewannen die Gäste den zweiten Ball, Eikrem ließ Maximilian Hofmann und Mateo Barac aussteigen und schloss platziert zur Führung ab (12.). Der grün-weiße Schlussmann kassierte damit auch in seinem neunten Spiel ein Gegentor, für den Aufstieg mussten nun mindestens drei grün-weiße Treffer her.

Rapid hatte zwar den ersten Torschuss der Partie verbucht (Christoph Knasmüllner 2.), strahlte aber erst mit Verspätung die von Kühbauer eingeforderte Präsenz aus. Im Zentrum stand Molde dicht, gefährlich wurde es, wenn die Hütteldorfer über die Flügel Ercan Kara suchten. Zweimal fand eine Flanke den Kopf des Rapid-Stürmers in aussichtsreicher Position, dieser setzte den Ball jedoch daneben (14., 34.). Das andere probate Mittel waren Weitschüsse. Marcel Ritzmaier näherte sich einmal an (37.) und traf schließlich von der Strafraumgrenze zum 1:1 (43.) – es war dies bereits Rapids zehnter Torschuss.

Wieder früher Nackenschlag

Mit den Einwechslungen von Taxiarchis Fountas und Yusuf Demir wollte Kühbauer dem grün-weißen Schwung zusätzlich Nachdruck verleihen, doch ein kollektiver Tiefschlaf seiner Defensive durchkreuzte diesen Plan. Alle sahen nur zu, wie sich Molde vor das Tor kombinierte und Eikrem zu seinem zweiten Treffer an diesem Abend vollendete (46.). Rapid antwortete mit Schüssen von Fountas (50., 53.), auf der Gegenseite wollte es Ola Brynhildsen allein vor Gartler gar zu schön machen und scheiterte (57.). Gegen gut gestaffelte Norweger gab es für Österreichs Vizemeister kaum ein Durchkommen, bald begann merklich auch der Glaube zu schwinden. Der eingewechselte Melih Ibrahimoglu sicherte mit seinem ersten Pflichtspieltor (91.) zumindest das 2:2-Remis, Fountas vergab die mögliche Sieg-Prämie (93.).

Mit lediglich diesem Punkt und zwei Siegen gegen das punktelose Schlusslicht Dundalk (2:4 gegen Arsenal) war der Aufstieg für Rapid am Ende außer Reichweite, bleibt es vorerst bei zwei Auftritten im Sechzehntelfinale 2016 (Aus gegen Valencia) und 2019 (Aus gegen Inter Mailand). Der Aufstieg wäre in Corona-Zeiten auch finanziell ein Segen gewesen, Wirtschafts-Geschäftsführer Christoph Peschek hatte allerdings im Vorfeld beruhigt. Man sei auf alle Szenarien vorbereitet, „definitiv wird es aber keine Notverkäufe geben.“

Rapid – Molde 2:2 (1:1). Allianz Stadion, SR Guida (ITA). Tore: Ritzmaier (43.), Ibrahimoglu (91.) bzw. Eikrem (12., 46.).

Rapid: Gartler; Stojkovic, Hofmann, Barac, Ullmann; Grahovac, Ritzmaier (61. Ibrahimoglu); Schick, Knasmüllner (46. Fountas), Arase (46. Demir); Kara (75. Kitagawa).

Dundalk – Arsenal 2:4.
Tabelle: Arsenal (18), Molde (10), Rapid (7), Dundalk (0).