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Wintersport-Ticker: Kramer muss ohne Sprung aus Rasnov abreisen

Marita Kramer
Marita KramerAPA/BARBARA GINDL
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Skispringen, Biathlon, Langlauf und Co.: Ergebnisse und Kurznachrichten aus dem Wintersport.

Skispringen: Österreichs dreifache Skisprung-Saisonsiegerin Marita Kramer ist am Freitag die Teilnahme auch am zweiten Weltcup-Bewerb von Rasnov wegen einer unklaren PCR-Test-Lage von den lokalen Gesundheitsbehörden verwehrt worden. Damit ist ihre Chance auf den Gesamtweltcupsieg nur noch gering. Mit neun Punkten Vorsprung als Leaderin zur letzten Weltcup-Station vor der WM angereist, blieb sie so zweimal ohne Zähler. Ihre Hauptkonkurrentinnen punkten hingegen fleißig.

Die Japanerin Sara Takanashi feierte am Freitag im zweiten Frauen-Skispringen ihren 60. Weltcupsieg. Die Rekordgewinnerin gewann 6,3 Punkte vor der Norwegerin Silje Opseth und 10,6 Zähler vor der slowenischen Gesamtweltcupführenden Nika Kriznar. Als beste Österreicherinnen wurden Daniela Iraschko-Stolz und Eva Pinkelnig Sechste bzw. Siebente, Sophie Sorschag hat sich als Neunte für das WM-Team empfohlen.

Kramer durfte wieder nicht mitwirken. Am Donnerstag war nach einem vor der Abreise nach Rumänien genommenen ungültigen PCR-Test das Ergebnis eines vor Ort genommenen PCR-Tests nicht rechtzeitig vorgelegen. Letztlich war das Ergebnis positiv, danach absolvierte Antigen-Tests wie auch ein weiterer PCR-Test brachten aber negative Ergebnisse. Dennoch gab es von den rumänischen Gesundheitsbehörden keine Startfreigabe für die Salzburgerin.

Laut ORF-Informationen hatte der 19-Jährigen laut gesetzlicher Lage in Rumänien sogar eine 14-tägige Quarantäne gedroht. Kramer durfte Rasnov aber noch am Freitag in Richtung Heimat verlassen, bis sie sich zur für Montag geplanten ÖSV-WM-Anreise nun auf die Titelkämpfe vorbereitet. Die 19-Jährige hatte auch im zweiten von drei Hinzenbach-Bewerben kein Ergebnis, da sie bei der Materialkontrolle disqualifiziert wurde. In allen anderen sechs Saisonkonkurrenzen landete Kramer unter den Top Vier.

Skispringen II: Der Japaner Ryoyo Kobayashi hat am Freitag nach seinem Sieg in Zakopane in Rasnov mit seinem 18. Weltcupsieg nachgelegt. Der Japaner gewann 1,6 Punkte vor dem Polen Kamil Stoch sowie 2,2 Zähler vor dem Deutschen Karl Geiger und profitierte von der Disqualifikation von Halvor Egner Granerud. Der Norweger war vorangelegen und hätte so vorzeitig den Gesamtweltcupsieg fixiert, kam aber nicht durch die Materialkontrolle. Manuel Fettner wurde als bester ÖSV-Athlet Achter.

Der Tiroler war völlig überraschend zur Halbzeit mit Granerud ex aequo in Front gelegen, der zweite Sprung gelang dem 25-Jährigen aber nicht nach Wunsch. Unmittelbar dahinter fixierte sein Teamkollege Daniel Tschofenig sein bisher mit Abstand bestes Weltcup-Ergebnis. Mit David Haagen (18.) und Ulrich Wohlgenannt (22.) kamen zwei weitere Österreicher in die Weltcup-Punkteränge. Neben Granerud wurde auch der deutsche Gesamtweltcupzweite Markus Eisenbichler disqualifiziert.

Eine knappe Woche vor Beginn der Weltmeisterschaften in Oberstdorf ist Österreichs voraussichtliches WM-Team um Stefan Kraft nicht in Rumänien dabei und absolviert stattdessen in Planica ein WM-Vorbereitungscamp.

Skicross: Johannes Rohrweck hat am Freitag den Weltcup der Ski Crosser auf der Reiteralm gewonnen. Der 30-Jährige setzte sich bei seinem Debüterfolg im Großen Finale gegen den Kanadier Reece Howden und dem Franzosen Bastien Midol durch. Im Damen-Rennen siegte die schwedische Weltmeisterin Sandra Näslund vor der Schweizerin Fanny Smith und der Kanadierin Courtney Hoffos. Bereits am Donnerstag hatte Alessandro Hämmerle den Snowboard-Cross-Bewerb gewonnen.

"Davon habe ich immer geträumt, ein paar Mal war ich auf dem Podest. Dass der Sieg in Österreich gelingt, ist unglaublich. Es war ein mentaler Fight, das Heimrennen war stressig für den Kopf", sagte Rohrweck, der in seiner Karriere bereits einmal Zweiter und dreimal Dritter war. Den letzten Sieg für das Herren-Lager des ÖSV hatte Thomas Zangerl 2014 in Nakiska eingefahren.

Kathrin Ofner und Tatjana Meklau verpassten als jeweils Laufvierte ihres Halbfinales den Einzug ins Große Finale. Für die Steirerin Meklau waren die Top acht bei ihrem Weltcup-Debüt aber ein Riesenerfolg, die 21-Jährige ist ein Multitalent und betreibt seit Jahren erfolgreich das Hammerwerfen, im Ski Cross ist sie erst seit zwei Jahren aktiv. Im Kleinen Finale wurde sie Vierte und damit Gesamt-Achte, Ofner beendete die Heimveranstaltung als Sechste. "Das war ein sehr cooler Tag, ich bin echt happy", sagte Meklau.

Ebenfalls im Halbfinale den Einzug in die Entscheidung um die Podestränge verpassten Sandro Siebenhofer und Adam Kappacher, die sich letztlich auf den Rängen sieben und acht klassierten. Für Daniel Traxler und Christina Födermayr war im Viertelfinale Endstation, für Johannes Aujesky, Frederic Berthold, Tristan Takats und Robert Winkler im Achtelfinale.

(APA)