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Finanzen

Republik braucht auch 2021 viel Geld

Archivbild: Das Budget 2021 wurde im Oktober im Nationalrat präsentiert.
Archivbild: Das Budget 2021 wurde im Oktober im Nationalrat präsentiert.REUTERS
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Österreich wird sich im kommenden Jahr mit 65 Milliarden Euro auf dem Finanzmarkt verschulden. Die niedrigen Zinsen spielen dem Staat aber in die Hände.

Bei der Österreichischen Bundesfinanzierungsagentur (OeBFA) hatte man in diesem Jahr alle Hände voll zu tun. Statt der ursprünglich geplanten rund 31 bis 34 Mrd. Euro musste sich die Republik nämlich rund 63 Mrd. Euro auf dem Kapitalmarkt beschaffen. Grund dafür ist die Coronakrise, die die Staatsschulden allerorts anschwellen ließ.

Am Montag hat die OeBFA, die die Republik auf den internationalen Finanzmärkten vertritt, nun ihren Ausblick für das kommende Jahr abgegeben. Und der zeigt: Pandemiebedingt wird sich das Emissionsvolumen mit rund 65 Mrd. Euro in etwa gleichen Niveau wie 2020 bewegen. Die Präsentation für die internationalen Investoren besteht zwar nur aus wenigen Seiten, „aber es steckt viel Arbeit dahinter, wie man sich positioniert“, sagt OeBFA-Chef Markus Stix zur „Presse“. Denn die Bundesfinanzierungsagentur muss ausloten, welche Erwartungen auf dem Finanzmarkt für das kommende Jahr bestehen. „Wir sind sehr guter Dinge, dass auch 2021 alles so gut abläuft wie heuer“, sagt Stix.

Und das liegt auch an der Europäischen Zentralbank (EZB). Die hat nämlich erst in der Vorwoche bekannt gegeben, ihr Notfall-Ankaufsprogramm namens PEPP um 500 Mrd. Euro auf 1,85 Billionen Euro aufzustocken und es zu verlängern. „Das drückt natürlich auf die Zinsen“, sagt Stix. Bricht man das Volumen der EZB herunter, so hat die Zentralbank monatlich 90 Mrd. Euro zur Verfügung, die sie investieren kann.